CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

"Thesingbachhalle" machte das Rennen um den Namen

Die Mehrzweckhalle hat die längste Zeit diesen Namen getragen. Künftig heißt sie "Thesingbachhalle". Das hat der Rat während seiner jüngsten Sitzung mit 13 Ja-, neun Nein- und zwei Enthaltungen beschlossen. Knapp geschlagen geben musste sich der Vorschlag "VeRa-Halle": Elf Ja-, sechs Nein- und sieben Enthaltungen bescherten ihm den zweiten Platz. "Bronze" gabs für die "Mehrzweckhalle am Schloss". Auf diesen Vorschlag entfielen sieben Ja- und zehn Nein-Stimmen sowie sieben Enthaltungen.
Damit setzte sich die Rangliste durch, die die CDU gemäß dem Vorschlag der Jury genannt hatte. Der erste Preis ist mit 200 Euro dotiert, der zweite mit 150 und der dritte mit 100.

Vor der Abstimmung entspann sich noch eine kurze Diskussion über die von der CDU initiierte Aktion.

"Ich sehe sie nicht als so einen Riesengewinn an und hätte nichts dagegen, wenn wir es bei Mehrzweckhalle beließen", erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Engelbert Volks.

Als eine "unnütze, mit Kosten verbundene Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Verwaltung und Poliik" bezeichnete Werner Thesing den Namenswettbewerb. Die Vorschläge hätten niemandem vom Hocker gerissen, sagte der UWG-Fraktions-Chef. Die Unabhängigen favorisierten die Bezeichnung "Mehrzweckhalle am Schloss".

In diesem Zusammenhang erinnerte Rainer Nolden (CDU) an den von der UWG initiierten Umweltpreis, der seinerzeit wegen zu geringer Resonanz eingestampft worden sei.

Viele Bürger hätten nichts mit dem Namenswettbewerb anfangen können, schilderte Bürgermeister Ralf Groß-Holtick. Auch der Vorschlag "Thesingbachhalle" sei nicht "der wirkliche Bringer". Groß-Holtick weiter: "Die Kommission hat zwischen Not und Elend entschieden." Jeder, der sich für Politik interessiere, wisse um den Stellenwert des Namens "Mehrzweckhalle", erinnerte er an das damalige Bürgerbegehren.

Die CDU hingegen sah sich in ihrer Meinung bestätigt, dass die Bürger sich mit einer neuen Bezeichnung für die Halle auseinander setzen wollten und der Namensgebung positiv gegenüberstanden. "Nach unseren Schätzungen haben mit den 35 Vorschlägen summiert etwa 350 Bürger als Einzelperson oder als Gruppe am Wettbewerb teilgenommen", rechnete Ralf Geringhoff (CDU) vor.

Schade, dass sich "die Leute über einen eigentlich netten Punkt die Köpfe einschlagen", fand Barbara Wichert (Bündnis 90/Die Grüpen) die Debatte. Man solle einfach entscheiden.

Der neue Name der Halle soll mit der Einweihung des im Bau befindlichen Stuhllagers offiziell bekannt gegeben werden.