CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Zur Sache: „Wir wollens wissen“

Velen (rpl). „Wir wollens wissen“: Was dürfen wir von unseren Gemeinderats- und Bürgermeisterkandidaten nach der Kommunalwahl erwarten? Diese Frage haben am Mittwochabend im Pfarrheim die Kolpingsfamilien und die Landjugenden Velen und Ramsdorf in einer öffentlichen Podiumsdiskussion gestellt.

Für die CDU stellten sich Günther Kremer und Carsten Wendler, für die SPD Günter Zaborski und Hans-Joachim Eckerth, für die UWG Martin Dirking und Josef Schwers sowie für die Grünen Barbara Wichert und Manfred Grünrowsky den Fragen der rund 40 Zuhörer. Als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters beteiligte sich außerdem Dr. Christian Schulze Pellengahr (CDU) an der Gesprächsrunde: Sein unabhängiger Gegenkandidat Albert Göken nahm „aus terminlichen Gründen“, so Diskussionsleiter Helmut Essink, nicht teil.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in drei Themenbereichen „zur Sache“: Wirtschaftpolitik, Tourismus sowie Familie, Jugend, Senioren und Vereine. Unüberbrückbare Gegensätze wurden dabei auf der lokalpolitischen Skala kaum sichtbar: Nahezu alle Redner unterstrichen die positive Bilanz des bisher Erreichten, sahen aber gleichwohl Verbesserungsansätze.

Im Bereich der Wirtschaftspolitik bestimmte der Wunsch, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und zu erhalten, die Konzepte der Politiker: Der seit langem angepeilte Autobahnanschluss an die A 31 und die Schaffung eines Breitbandnetzes für die Datenkommunikation standen auf den Wunschlisten aller Sprecher. Josef Schwers (UWG) und Günter Zaborski (SPD) sprachen sich zudem dafür aus, die Grundstückspreise für Gewerbegrundstücke erneut zu prüfen, um so Gewerbeansiedlungen eventuell attraktiver zu machen.

Im Bereich Tourismus waren sich die Kandidaten einig, dass die aktuellen Übernachtungszahlen nur noch schwer gesteigert werden können - die Bemühungen, so der Konsens in der Runde, müssten dahin gehen, die Verweildauer der Touristen zu verlängern. Allerdings, so betonte Günter Kremer (CDU), sei der Tourismus nur eines der Standbeine der Gemeinde - man dürfe nicht vergessen, das Velen auch anderes zu bieten habe. Konkrete Forderungen erhoben die Kandidaten der SPD, die sich für den Bau öffentlicher Toiletten einsetzten, sowie Manfred Grünrowsky (Grüne), der unter anderem eine Verbesserung des Wohnmobilparklatzes am Schwimmbad forderte.

Auch zum Themenkomplex Familien und Vereine unterschieden sich die Positionen der Kandidaten nur geringfügig: Die Kopplung der Vereinsförderung an die Anzahl jugendlicher Mitglieder wurde allgemein gutgeheißen. Einigkeit bestand auch, dass der Erhalt und die Ausstattung der bestehenden Schulen und das Angebot für Senioren in den Bereichen ambulante Pflege und betreutes Wohnen von großer Bedeutung seien.

Eine Diskussion, die von der in Velen nach seiner Ansicht grassierenden „Laub-Allergie“ ausging und schließlich zum Thema „Pastors Busch“ führte, setzte der frühere Bauamtsleiter Helmut Lange im Anschluss an die Themenrunde in Gang: Er bemängelte, dass im Velener Straßenbild in jüngster Zeit allzu viele große alte Baume abgeholzt worden seien.

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