CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Dreier-Bündnis holte sich einen Korb

Velen (git). „Ich kann niemanden aus dem Hut zaubern.“ Enttäuschend ist bislang nach Auskunft von Franz Josef Schwers die Suche von UWG, SPD und Bündnis 90/Die Grünen nach einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten verlaufen. Trotz Inserate in zwei Zeitungen hat sich niemand für den Posten gemeldet. Die Pläne seien zwar bislang noch nicht gescheitert, so der UWG-Vorsitzende, der die Personalsuche koordiniert. Aber in Kürze müssten die drei Beteiligten entscheiden, ob sich ihre Überlegungen noch verwirklichen ließen oder nicht.
Rückblende: UWG, SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten beschlossen, für die Kommunalwahl im Juni einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken. So wollten sie den Bürgern eine Alternative zum CDU-Kandidaten Dr. Christian Schulze Pellengahr und eine „echte“ Wahl ermöglichen, hieß es.

Per Anzeigen in der Vakanzenzeitung und in der WAZ gingen die drei Fraktionen auf Personalsuche Die Inserate enthielten neben einem Kurzportrait der Gemeinde auch Angaben zur Besoldungsgruppe des Rathaus-Chefs (B3) sowie den Hinweis, dass man eine erfahrene Verwaltungskraft suche.

Indes: Der Erfolg blieb aus. Niemand hat bislang seine Bewerbungsunterlagen eingereicht. „Ich bin verwundert und erstaunt, dass sich keiner gemeldet hat“, sagt Franz Josef Schwers. Dies umsomehr, da UWG, SPD und Grüne „zusammen eine nicht unbedeutende politische Kraft“ bildeten. Über die Ursache für die Zurückhaltung potenzieller Bewerber kann Schwers nur spekulieren: „Wenn ich das wüsste, wäre ich schlauer. Ich kann es mir nicht erklären.“ Dass jedoch ein Verwaltungsfachmann auf den Chefsessel im Rathaus gehört, steht für den UWG-Ortsvereins-Vorsitzenden außer Frage.

„Wir halten daran fest, zusammen mit UWG und Grünen einen eigenen Kandidaten aufstellen zu wollen“, sagt Günter Zaborski. Der SPD-Ortsvereins-Vorsitzende: Bis Ende Januar werde man noch abwarten, um dann zu sehen, ob der Plan gescheitert sei. Seiner Ansicht nach könnte es auch durchaus sein, dass man die angepeilte Kandidatur des unabhängigen Musikschulleiter Albert Göken mittrage. Das, so Zaborski, müsse aber noch im Vorstand besprochen werden.

Vor einer öffentlichen Stellungnahme erst das Ergebnis der Kandidatensuche in Fraktion und Vorstand beraten - so lautet die Devise von Barbara Wichert und Franz Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen).