CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Bioklima hat wohl Kurort-Qualität

Günstige Prognose des Deutschen Wetterdienstes / Hauptausschuss berät über weiteres Vorgehen

VELEN. Seit elf Jahren ist Velen „staatlich anerkannter Erholungsort“. Jetzt rückt das Gütesiegel „Kurort“ verstärkt ins Blickfeld: In einem aktuellen Schreiben an die Stadt Velen teilt der Deutsche Wetterdienst mit, dass „aus lufthygienischer und bioklimatischer Sicht“ eine Anerkennung Velens als Luftkurort „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ befürwortet werden könne.
Die Gutachter stützen ihre günstige Prognose unter anderem auf einen Ortstermin am 25. Mai dieses Jahres.

Auf der Grundlage dieser Einschätzung schlägt die Verwaltung jetzt dem Haupt- und Finanzausschuss vor, ein Hauptgutachten zur Beurteilung von Bioklima und Luftqualität der Stadt einholen zu lassen. Wesentliche Bestandteile dieser Expertise wären eine einjährige Luftqualitätsmessung und eine Klimaanalyse. Die Kosten dafür würden nach den Ausführungen der Verwaltung rund 18.000 Euro betragen. Ein entsprechender Haushaltsansatz sei bereits im Budget 2014 festgesetzt.

Die Entscheidung über die Einholung des Gutachtens soll der Haupt- und Finanzausschuss auf seiner Sitzung am kommenden Montag treffen.

Das letzte Wort über einen Antrag auf Anerkennung als Luftkurort wäre damit aber noch nicht gesprochen: Die endgültige Entscheidung, ob Velen sich um die Bezeichnung „Kurort“ bewirbt, solle der Rat im kommenden Jahr treffen, wenn das Klimagutachten vorliegt, schlägt die Verwaltung vor.

Dieses Gutachten des Deutschen Wetterdienstes sei nur eine von mehreren Voraussetzungen für die Anerkennung Velens als Luftkurort. Weitere Bedingungen seien unter anderem die Festsetzung eines Kurgebietes im Flächennutzungsplan und der „Schutz des Kurgebietes, der Gesundheitseinrichtungen, des Erholungswertes und der therapeutischen Möglichkeiten vor schädlichen Einwirkungen“ – etwa durch entsprechende Bauleitplanung.

Auch die Einbettung von Gesundheitseinrichtungen und deren zentrale Lage im Kurgebiet spielen eine Rolle bei der Anerkennung als Kurort. Speziell hierzu verweist die Verwaltung auf das Vorhandensein des Ärztehauses im Ortszentrum.

Auch, wenn die Festsetzung eines konkreten „Kurgebietes“ noch nicht Bestandteil des Ausschussbeschlusses am Montag sein soll, hat die Verwaltung ihren Sitzungsunterlagen doch bereits einen Vorschlag für eine mögliche Eingrenzung vorgelegt. Danach könnte sich das Velener „Kurgebiet“ innerhalb der Stadt in nord-südlicher Richtung vom Schwarzen Kott über den geplanten Outdoor-Fitness-Park am Sportgelände, das Ärztehaus und das Schloss bis hin zum Tiergarten erstrecken.