CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Anzahl der Bauplätze noch offen

Baugebiet „Musekamp“: Größe hängt vom Ergebnis der Grundstücksverhandlungen ab

VELEN. Die Ausweisung des neuen Baugebietes „Musekamp“ im Ramsdorfer Nordwesten nimmt Konturen an: In seiner Sitzung am Mittwoch beschäftigte sich der Planungsausschuss mit den Bedenken und Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren und beschloss die Offenlegung des Plans.
Zuvor hatte Raumplaner Torben Schulte einen Zwischenentwurf der Detailplanungen vorgestellt. Dabei unterschied er zwei mögliche Varianten.

Die erste umfasst eine Fläche zwischen der Weseker Straße im Norden und dem Dlugoleka-Ring im Westen – entlang der östlich vorhandenen Bebauung an den Straßen „Am Waidengraben“ und „Im Wiesengrund“ bis zu deren südlichem Ende. Den Abschluss im Süden soll in jedem Fall ein Regenrückhaltebecken bilden. Nach dieser Variante würden rund 118 neue Bauplätze entstehen.

Ob diese Planung aber so verwirklicht werden kann, ist derzeit noch offen. Grund dafür, so erläuterte Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr in der Sitzung, seien die noch nicht abgeschlossenen Kaufverhandlungen über einen Teil der Fläche im nördlichen Teil des Plangebiets. Als Verhandlungstermin sei dafür der 15. September angesetzt.

Die ansonsten nicht übliche Überschneidung zwischen Bauleitplanung und Grundstücksverhandlungen begründete der Bürgermeister mit der besonderen Eilbedürftigkeit des Planverfahrens. Das „enge Zeitfenster“ für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für diese Fläche ergibt sich aus den zurzeit vorbereiteten Änderungen des Landesentwicklungsplans (die BZ berichtete). Sollte dieser, wie vorgesehen, 2015 in Kraft treten, müsste die Bebauung einen 400-Meter-Mindestabstand zur vorhandenen Hochspannungsleitung einhalten. Damit wäre eine Nutzung der Fläche als Baugebiet nicht mehr möglich. Diesen Einschränkungen möchte die Stadt zuvorkommen, indem sie ihre Bauleitplanung vor Inkrafttreten des LEP abschließt.

Für den Fall, dass die Grundstücksverhandlungen kurzfristig ergebnislos verlaufen, stellte der Raumplaner deshalb eine zweite Planvariante vor. Sie beschränkt sich auf den südlichen Teil des Areals. Er befindet sich bereits vollständig im Eigentum der Stadt. Mit dem Wegfall des nördlichen Abschnitts würden dann noch rund 75 Baugrundstücke zur Verfügung stehen.

Bei der Erörterung der Detailplanung diskutierten die Ausschussmitglieder vor allem die mögliche Ansiedlung von Pultdachhäusern im Baugebiet. Während der Raumplaner hierfür die nördliche und die östliche Randzone des Areals vorgesehen hatte, schlugen Politiker einen zusätzlichen Bereich im Süden vor, in dem der Bau von Pultdachhäusern zulässig sein soll.

Diskutiert wurde außerdem die Größe des geplanten Regenrückhaltebeckens im Süden. Falls tatsächlich nur die „abgespeckte“ Planvariante umgesetzt werden kann, könnte es unter Umständen kleiner konzipiert werden, als derzeit vorgesehen, machte der Raumplaner deutlich.