„Häämkes Diik“: Verwaltung schlägt 112 Euro pro Quadratmeter als Preis für Kauf und Erschließung vor
VELEN. Eine großes Fragezeichen könnte sich für Grundstücksinteressenten im neuen Baugebiet „Häämkes Diik“ nach den Sommerferien auflösen: Nachdem jetzt die Berechnung der Erschließungskosten fertiggestellt ist, möchte die Verwaltung dem Stadtrat zu seiner Sitzung am 15. September einen möglichen Kaufpreis für die Baugrundstücke vorschlagen.
Nach der vorläufigen Kalkulation, so teilte Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr der BZ mit, könnte der Kaufpreis für ein Grundstück im Häämkes Diek inklusive Erschließung rund 112 Euro je Quadratmeter betragen.
Dieser Betrag setze sich aus einem Erschließungskostenanteil von 52 Euro und einem Grunderwerbsanteil von 60 Euro pro Quadratmeter zusammen. Für die 26 Erbbaugrundstücke im Häämkes Diik betrage der Erschließungskostenanteil voraussichtlich ebenfalls rund 52 Euro. Den endgültigen Beschluss über Kaufpreis und Erschließungskosten fasse aber der Rat, machte der Bürgermeister deutlich.
Wie Bauamtsleiter Wilhelm Jöster beim BZ-Besuch im geplanten Baugebiet erläuterte, setzen sich die Erschließungskosten aus einem Anteil für die „innere“ Erschließung des Areals und einem Anteil für die geplante Zuwegung über den Winningweg zusammen.
Für den inneren Ausbau des Geländes veranschlagt das Bauamt Kosten von rund 1,75 Millionen. 90 Prozent dieser Summe finden sich im Erschließungsbeitrag mit einem Anteil von umgerechnet 34 Euro pro Quadratmeter wieder.
Mit weiteren zehn Euro pro Quadratmeter schlagen die rund 400.000 Euro für den notwendigen zweispurigen Ausbau des Winningwegs zu Buche. Schließlich findet sich in den Erschließungskosten ein Kanalanschlussbeitrag von knapp 6,40 Euro und eine anteilige Kostenerstattung für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen von 1,70 Euro je Quadratmeter.
Die Höhe des Kaufpreises spiele für die meisten Grundstücksinteressenten eine entscheidende Rolle, sagte Dr. Schulze Pellengahr. Deshalb werde die Festsetzung eines verbindlichen Kaufpreises auch mehr Klarheit bei der Frage bringen, ob sich genügend Interessenten für das geplante Nahwärmenetz im Baugebiet (die BZ berichtete) finden. Bisher seien von den 89 Baugrundstücken im „Häämkes Diik“ 40 von Kaufinteressenten reserviert. Alle 40 Interessenten hätten sich bereit erklärt, ihr Grundstück an das geplante Nahwärmenetz anschließen zu lassen.
Zum Thema: „Häämkes Diik“
Im geplanten Neubaugebiet „Häämkes Diik“ stehen insgesamt 89 Baugrundstücke mit einer Gesamtgröße von 46.000 Quadratmetern zur Verfügung – davon 63 Bau- und 26 Erbbaugründstücke. Erschlossen werden die Baugrundstücke durch Straßen auf einer Verkehrsfläche von 8100 Quadratmetern. Die äußere Anbindung erfolgt über den Winningweg.
Besonderheit des Baugebiets ist, dass die Wärmeversorgung hier möglicherweise über ein autonomes Nahwärmenetz erfolgen wird (die BZ berichtete). Voraussetzung dafür ist aber, dass sich ausreichend Grundstücksinteressenten finden, die sich einer solchen Nahwärmeversorgung anschließen möchten. Einen weiteren Beschluss über die Einrichtung des Nahwärmenetz will der Stadtrat voraussichtlich zum Jahresende treffen.
Im östlichen Mittelbereich des Wohngebiets sollen Pultdachhäuser erlaubt sein. Südlich anschließend an diesen Bereich ist die Baufläche für zweigeschossige „Stadtvillen“ vorgesehen.-rpl-