Ausschuss diskutiert Grüngürtel um neu geplante „Spielscheune“ / Vorgaben für Investor und Träger
RAMSDORF. Dass der Spielplatz im Zuge des geplanten Neubaus der DRK-Kita „Spielscheune“ auf dem ehemaligen SportplatzGelände an der Paulusstraße weichen muss, war für den Planungsausschuss am Montagabend kein Thema mehr. Auch wenn zumindestens einige der Zuhörer im Sitzungssaal des Rathauses damit gerechnet hatten. Rund 60 Minuten diskutierte der Ausschuss hingegen, wie breit ein Grüngürtel als Abgrenzung zur Nachbarschaft sein muss und ob Investor und Träger zu dessen Anlage bereits in der Satzung verpflichtet werden sollen – worauf sich die Mehrheit schließlich einigte.
Lediglich der Grüne-Ratsherr Martin Dirking stimmte in allen Punkten gegen die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes BM 10, Teil 3, „Ortsmitte“. Diese ist Voraussetzung für den Neubau und kann im „beschleunigten Verfahren“ erfolgen.
Laut Dirking können die Grünen den Beschluss nicht mittragen, weil aus ihrer Sicht bessere Alternativen für einen Kindergartenstandort zur Verfügung gestanden haben (die BZ berichtete). Wenn es nun dieser Standort sein solle, dann wäre ein Grün-Gürtel unabdingbar, machte er mehrfach deutlich. Eine Breite von einem Meter, wie nun vorgesehen, war ihm zu wenig. Er plädierte für zwei Meter. Auch Franz-Josef Schwers (UWG) ließ keinen Zweifel daran, dass die Bepflanzung „Grundvoraussetzung sein muss“. Er ging allerdings zunächst noch davon aus, dass dies „bei gutem Willen möglich sein muss“. Das ehemalige Sportplatz-Gelände sei schließlich um einiges größer als die Standort-Alternativen, rechnete er vor.
Vertrauen reichte Hans-Joachim Eckerth (SPD) nicht aus. „Die Anwohner müssen Rechtssicherheit haben“, plädierte er dafür, Anlage und Breite im Beschluss festzulegen.
So sah es auch Günther Kremer (CDU). Den Einwand von Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr, dass eine Hecke in dieser Länge mit einem erheblichen Pflegeaufwand mit entsprechenden Kosten verbunden sei, ließ Kremer nicht gelten. Er verwies darauf, dass das DRK den Jugendhof betreibe und mit dessen Unterstützung durchaus in der Lage sei, gärtnerische Arbeiten auszuführen.
Am Mittwoch, 16. Juni, wird sich nun der neue Stadtrat in einer Sondersitzung mit dem Thema befassen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr.