CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Josef Schliemann sitzt im Rat Münster

Der ehemalige Gemeindedirektor und CDU-Fraktionsvorsitzende in Velen kehrt in die Politik zurück

VELEN/MÜNSTER (ts/pd). Josef Schliemann (68), 20 Jahre lang Gemeindedirektor der Gemeinde Velen und später CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat sowie Kreistagsmitglied in Borken, ist in den Münsteraner Rat gewählt worden.
„Ich musste zur Kandidatur getragen werden.“ Diesen Satz wird Josef Schliemann so schnell wohl nicht vergessen, denn der hat ihn in den vergangenen Monaten begleitet. Als die münsterschen Christdemokraten im Februar ihre Ratskandidaten kürten, sagte der Mecklenbecker das am Rednerpult. Und die Zeitung zitierte ihn. „Das hat mich damals wahnsinnig gewurmt“, sagt Schliemann.

Nach dem Bericht hätten ihn wiederholt Freunde und Bekannte angesprochen , ob er das wirklich gesagt habe. „Ja, das habe ich“, betont der 68-Jährige, der es bei der Kommunalwahl mit 37,4 Prozent der Mecklenbecker Wählerstimmen in den Rat der Stadt Münster schaffte. Ärgerlich sei nur, dass dieser Satz in einem Kontext gestanden habe, der nicht zitiert worden sei.

Da Schliemann sich bislang in drei viel Zeit beanspruchenden ehrenamtlichen Aufgaben – Bürgerstiftung Münster, Civilclub Münster und Denkmal Barackenlager Lette – engagiert hatte, musste er dort zwangsläufig kürzer treten: „Ich musste abwägen und etwas aufgeben. Das ist mir sehr schwer gefallen.“

Letztendlich gab der Mecklenbecker die Arbeit als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied in der Bürgerstiftung auf. Er habe wegen seiner beruflichen Laufbahn nun mal ein Faible für Lokalpolitik, sagt er.

Schliemann, geboren in Schlesien und in Altenberge aufgewachsen, begann seine berufliche Laufbahn in der münsterschen Stadtverwaltung, wurde später Gemeindedirektor von Velen, war bis zu seiner Pensionierung Caritasdirektor in Gladbeck und engagiert sich seit 2010 in der CDU Mecklenbeck. Der Ruheständler hat sich mit seiner Ehefrau im Wohnpark Kirchwiese niedergelassen. Das Paar hat vier erwachsene Kinder.

Der CDU gehört er bereits seit 47 Jahren an. Im Rat will Schliemann dazu beitragen, Münster finanziell zu konsolidieren, Schulden abzubauen und die Stadt möglichst schuldenfrei zu machen. „Irgendwann fressen einen sonst die Schulden auf.“ Auch in den Bereichen Stadtentwicklung, Wohnungs- und Städtebau sowie Verkehrsplanung will er seine kommunalpolitische Erfahrung einbringen.

In Mecklenbeck will der Christdemokrat unter anderem die Bahnunterführung der Heroldstraße wegen des hohen Verkehrsaufkommens bald gebaut wissen. Der Dingbängerweg müsse entlastet werden. Und zudem müssten neue Wohnbauflächen ausgewiesen werden. Da Münster bis zum Jahr 2030 um 30.000 Bürger wachsen werde, müsse es vermutlich sogar einen neuen Stadtteil geben.