CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Kinder und Eltern protestieren gegen Wegfall des Spielplatzes

Der Neubau der DRK-Kita „Spielscheune" im Norden des Sportplatzes an der Paulusstraße ist beschlossene Sache. Im Zuge des Baus müsste der Spielplatz auf dem Gelände allerdings weichen. Dagegen haben ein Dutzend Kinder und ihre Eltern am Montag mit selbst gemalten Plakaten demonstriert. Ihr Anliegen: Sie wollen ihren Platz behalten.
RAMSDORF (rpl). „Wir wollen unseren Spielplatz behalten!“ Mit selbst gemalten Plakaten und Transparenten haben am Montag rund ein Dutzend Kinder und ihre Eltern vor der Burg Ramsdorf für den Erhalt „ihres“ Spielplatzes im Norden des Sportplatzes an der Paulusstraße demonstriert.

Anlass der außergewöhnlichen Kundgebung war die Sitzung des Stadtrates: Durch den dort gefassten Beschluss über den zukünftigen Standort der DRK-Kita „Spielscheune“ (die BZ berichtete) sehen Eltern und Kinder den Bestand ihres Spielplatzes gefährdet.
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Zu einer erneuten Kundgebung fanden sich die jungen Demonstranten gestern noch einmal am Ort des Geschehens ein, um auch dort die Öffentlichkeit auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

„Diesen Spielplatz hat es ‚immer schon‘ gegeben“, bedauert dabei eine Mutter dessen geplanten Wegfall: „Ich selbst habe hier als Kind schon gespielt.“ Ihr Widerstand gegen die Pläne von Politik und Verwaltung ist aber kein Einzelfall: „Wir haben allein Montagnachmittag rund 100 Unterschriften für den Erhalt des Spielplatzes gesammelt“, berichten Andrea Lütkenhorst und Susanne Bertels. Sie gehören zu der Gruppe von betroffenen Eltern, die sich gegen den Abbau des Spielplatzes stark machen.

Rund zehn Familien seien als Anwohner unmittelbar betroffen, machen die Eltern geltend. Darüber hinaus werde der Spielplatz aber auch von zahlreichen Kindern aus der weiteren Umgebung regelmäßig besucht.

Einen Termin für das geplante Gespräch mit Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr hat die Elterngruppe nach eigener Auskunft noch nicht vereinbart. Zunächst, so Andrea Lütkenhorst, wolle man sich von einem Rechtsanwalt beraten lassen. Dafür sei am morgigen Donnerstag ein Termin vereinbart.

Wie berichtet, hatten Schulausschuss und Stadtrat während ihrer jüngsten Sitzungen beschlossen, auf einer Fläche von rund 4600 Quadratmetern im Norden des Tennenplatzes die DRK-Kindertagesstätte „Spielscheune“ neu anzusiedeln. Nach den bisher vorliegenden Planungen würde der vorhandene Spielplatz diesem Neubau weichen müssen.

Grundsatzbeschluss fällt bei mit einer Gegenstimme

Der Grundsatzbeschluss ist gefasst: Bei einer Gegenstimme hat der Rat am Montagabend eine Teilfläche des bisherigen Sportplatzes an der Paulusstraße zum neuen Standort für die Kita „Spielscheune" bestimmt (die BZ berichtete). Dennoch, so betonte Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr, stehe auch für diesen Standort die Planung noch ganz am Anfang.

Zu berücksichtigen gilt es dabei unter anderem die Proteste von Anliegern, die den vorhandenen Spielplatz erhalten möchten (siehe obenstehenden Bericht). Auf die noch offenen Fragen der Verkehrsführung rund um den geplanten Standort wies erneut Engelbert Volks (SPD) hin. Er gab auch nochmals zu bedenken, dass die geplante Supermarktansiedlung möglicherweise nicht so gelingen könne, wie vorgesehen. Für die vom Rat bereits früher verworfene Variante des Kita-Neubaus auf dem Schulhof der Sekundarschule sprach sich in der Sitzung noch einmal Grünen-Sprecher Manfred Grünrowsky aus.

Carsten Wendler (CDU) machte deutlich, dass jeder der bisher diskutierten Standorte Vor-, aber auch Nachteile habe. Bei der Abwägung, wo die Vorteile am größten seien und die Nachteile „tendenziell gegen Null" gingen, sei der jetzt beschlossene Standort „ein gangbarer Weg", so Wendler.