Thema ist der neue Standort für die „Spielscheune“ / Absage an bisherige Alternativen
VELEN/RAMSDORF (rpl). Mit dem zukünftigen Standort der Kindertagesstätte Spielscheune befasst sich erneut der Schul-, Sport-, Kultur- und Sozialausschuss auf seiner heutigen Sitzung.
Dazu schlägt die Verwaltung dem Fachausschuss vor, den Ratsbeschluss vom 10. Februar (die BZ berichtete) so zu ändern, dass jetzt der nordöstliche Bereich des bisherigen Asche-Sportplatzes an der Paulusschule als neuer Standort festgesetzt wird. Nach dem bisherigen Ratsbeschluss sollte die Kita auf dem Schulgelände der Abraham-Frank-Sekundarschule angesiedelt werden.
Um den Neubau an diesem neuen Standort zu ermöglichen, möchte die Stadt dem DRK Velen-Ramsdorf als Träger der Tagesstätte ein Erbbaurecht für das vorgesehene Areal von rund 4600 Quadratmetern einräumen. Dies erfasst eine Teilfläche des Sportfeldes sowie den angrenzenden Spielplatz. Nach der Planung soll der Neubau unter Federführung des DRK von einem externen Investor errichtet werden. Wie die Verwaltung dazu ausführt, verfüge das DRK nach eigener Auskunft über „leistungsfähige Investoren, die das Projekt an dem zuletzt genannten Standort auch sehr gerne umsetzen möchten“.
Mit diesen neuen Planungen werden die zuvor vorgesehenen beiden Standortmöglichkeiten auf dem Gelände der Sekundarschule aufgegeben.
Für die zuerst diskutierte Planvariante, die auf der Einbeziehung der vorhandenen Schulpavillons beruhte, bedauert die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag, dass „eine politische Unterstützung für diesen Standort nicht in Aussicht gestellt“ werde. Vom Landes- und vom Kreisjugendamt sei die Realisierung einer Kindertagesstätte an dieser Stelle nach eingehender Prüfung für „sehr gut möglich“ gehalten worden. Auch das DRK als Träger und die benachbarte Sekundarschule hätten die Planungen für diesen Standort begrüßt. Allerdings habe sich gezeigt, dass „die in einem solchen Falle erforderlichen Anpassungen des Schützenfestes politisch nicht gewollt“ seien – obwohl der Bestand des Schützenfestes durch die Planungen nicht grundsätzlich in Frage gestellt worden sei.
Die zweite Standortvariante hatte einen Neubau auf dem Schulhof der Sekundarschule vorgesehen. Hier habe sich gezeigt, dass ein Neubau zu einem weitestgehenden Flächenverbrauch des bisherigen Schulhofes führen würde. Aus diesem Grund sei nach Ansicht der Verwaltung ein „verträgliches Miteinander“ von Schule und Kita hier nicht zu realisieren.
Damit ist jetzt das Areal im Nordosten des bisherigen Sportplatzes in den Blickpunkt gerückt. Es bietet nach Ansicht der Verwaltung durch seine Lage und Größe die notwendigen Voraussetzungen für den Kita-Neubau. Die Sekundarschule habe mitgeteilt, dass die an dieser Stelle ursprünglich diskutierte Sportfläche nicht zwingend benötigt werde.
Stattdessen könne man sich vorstellen, eine kleinere Sportfläche im hinteren Teil des Schulhofes anzulegen. Auch für die geplante Einzelhandelsnutzung des alten Sportplatzes werde diese Restfläche nicht benötigt, führt die Verwaltung aus.