Eine Entscheidung über die Instandsetzung der Freibäder in Velen und Ramsdorf ist noch nicht gefallen. Der Haupt- und Finanzausschuss hat diese auf die nächste Ratssitzung am 31. März vertagt.
Kein einladender Anblick: Graffiti-Schmierereien und Vandalismus-Schäden am Velener Freibad.VELEN. Noch gibt es keinen Beschluss über die Renovierung der Freibäder in Velen und Ramsdorf: Die Entscheidung über die Instandsetzung der Anlagen (die BZ berichtete) hat der Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend auf die nächste Ratssitzung am 31. März vertagt.
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Gleichwohl waren sich in der Debatte um die Zukunft der beiden Freibäder Sprecher aller Fraktionen einig, dass kurz- und mittelfristig an eine Schließung nicht zu denken sei. Allein wegen der vielfältigen Investitionen, die in den vergangenen Jahren getätigt worden seien, müssten die Bäder noch mindestens zehn bis 15 Jahre betrieben werden, sagte Thomas Kerkhoff (CDU).
Zur Einführung in die Debatte stellte Kämmerer Markus Hund sein Konzept für eine auf mehrere Jahre verteilte „Erhaltungs-Instandsetzung“ vor.
Hund verwies auf die erheblichen Vandalismusschäden – vor allem im Velener Bad – die beseitigt werden müssten. Zugleich schlug der Kämmerer vor, zur Vermeidung derartiger Schäden Fenstergitter anzubringen und die offenen Zugangsbereiche zu den Umkleiden abschließbar zu gestalten. Mit Blick auf den weiteren Schutz vor wilden Graffiti-Schmierereien schlug Manfred Grünrowsky vor, die Außenwände eventuell mit einer geeigneten Kletterpflanze zu begrünen. Demgegenüber plädierten Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr und der Kämmerer dafür, die Fassade in Velen nach dem Ramsdorfer Beispiel künstlerisch gestalten zu lassen. Wenn die Fläche einmal bemalt sei, so habe sich gezeigt, sei diese für „wilde“ Sprayer offenbar tabu.
Als eine der wichtigsten Verschönerungsmaßnahmen in diesem Jahr nannte Markus Hund die Erneuerung des Sanitärbereichs im Velener Bad.
Dazu erinnerte CDU-Fraktionssprecher Günther Kremer an frühere Überlegungen, den Freibad-Sanitärbereich zumindest teilweise gemeinsam mit dem benachbarten Tennisverein zu nutzen. Wenn die Anlagen jetzt komplett renoviert würden, werde die ursprüngliche Ablehnung dieser Idee durch den Tennisverein möglicherweise nicht mehr so kategorisch ausfallen, erklärte Kremer.
Trotz weitgehender Einigkeit über das Ob und Wie der Instandsetzung, stellte Hans-Joachim Eckerth (SPD) den Antrag, den Beschluss auf die nächste Ratssitzung zu vertagen. Grund hierfür war die haushaltsmäßige Einordnung der veranschlagten Kosten von 106.000 Euro.
Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, die Bäderrenovierung aus dem Budget für den Neubau der Kindertagesstätte an der Paulusstraße zu bezahlen. Da dieser Neubau von einem externen Investor übernommen werden solle, so die Verwaltung, könnten die eingeplanten Mittel für die Freibadrenovierung eingesetzt werden. Diese Lösung hielt Eckerth aber für voreilig, da hierzu noch kein endgültiger Beschluss vorliege.
Dem Vertagungsantrag des Sozialdemokraten entsprach der Ausschuss einstimmig. Bis zur Ratssitzung, so Günther Kremer, könne die Verwaltung außerdem Gespräche mit dem Tennisverein über eine mögliche Zusammenarbeit bei den Sanitäranlagen führen.