CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Standorte an der Sekundarschule „nicht optimal“?

CDU und UWG melden sich zu Wort / Tauziehen um den Standort der DRK-Kindertagesstätte „Spielscheune“

RAMSDORF (rpl). In der Diskussion um den künftigen Standort der DRK-Kindertagesstätte „Spielscheune“ (BZ berichtete) sollten nach Auffassung der Ratsfraktionen von CDU und UWG auch andere als die bisher diskutierten Standorte an der Abraham-Frank-Sekundarschule (früher Paulusschule) ins Auge gefasst werden. Darauf haben die Parteien in Mitteilungen hingewiesen.
Einen konkreten Vorschlag dazu hat die UWG-Fraktion vorgelegt: Nach ihrer Ansicht käme als neues Domizil für die Kindertagesstätte eine Teilfläche hinter dem geplanten Supermarkt auf dem alten Sportplatz in Betracht.

Das Sport- und Spielplatzgelände, so führen die Unabhängigen zur Begründung aus, umfasse insgesamt rund 14.600 Quadratmeter, von denen rund 10.000 Quadratmeter für den Supermarkt vorgesehen seien. Auf der verbleibenden Fläche von 4.600 Quadratmetern ließe sich nach Auffassung der UWG die neue Kindertagesstätte unter Einbeziehung des Spielplatzes gut unterbringen. Für den Kita-Neubau seien rund 2600 Quadratmeter angesetzt. Damit blieben auf der Restfläche noch etwa 2000 Quadratmeter für Spielplatz und als Parkfläche übrig. Als Argument gegen den bisher diskutierten Standort der Kita auf dem Schulhof der Sekundarschule führt die UWG mögliche gegenseitigen Störungen von Kita- und Schulbetrieb an. Bei Nutzung der Pavillons auf dem Schulgelände gebe es zudem Probleme mit dem Schützenfest. Bei einem Neubau auf dem Schulhof wiederum werde dessen Fläche erheblich verkleinert. Diese Probleme seien bei einem Kita-Neubau auf dem hinteren Teil des alten Sportplatzes ausgeräumt.

Auch die CDU spricht sich in einer Pressemitteilung für die Prüfung weiterer Standort-Alternativen aus. Beide zurzeit diskutierten Standorte an der Sekundarschule seien „nicht optimal“, machen die Christdemokraten deutlich. Schwierigkeiten beim eventuell erforderlichen Zukauf von Flächen bei Nutzung der Pavillons oder die Verkleinerung des Schulhofes im Falle eine Neubaues, sowie Kollisionen zwischen Kita-Betrieb, Schulbetrieb und Schützenfest seien die wichtigsten Problemkreise, die berücksichtigt werden müssten.

Deshalb, so die Mitteilung, spreche sich die CDU zwar dafür aus, den Ratsbeschluss über die Untersuchung eines Standortes an der Sekundarschule fortzusetzen, gleichzeitig aber auch „noch weitere Alternativen anzuschauen“. Trotz des Zeitdrucks dürfe die Entscheidung für einen neuen Standort nicht überhastet getroffen werden. Es gelte „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, so die CDU. Wie berichtete hatte das DRK als Träger der Kita seinen endgültigen Rückzug vom derzeitigen Standort „Am Lütkenesch“ angekündigt. Daraufhin hatte der Rat die Möglichkeiten einer Neuansiedlung auf dem Gelände der ehemaligen Paulusschule erörtert.