CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Bergbaubehörde legt Veto ein

Bedenken gegen Wiederherstellung des abgerutschten Wegs / Umweltausschuss: Gespräch abwarten

VELEN. Erneute Kehrtwende in Sachen Wirtschaftsweg an der Sandgrube Tecklenborg: Möglicherweise wird die durch einen Erdrutsch beschädigte Trasse jetzt doch nicht wieder instand gesetzt. Über die neue Sachlage informierte Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr jetzt die Mitglieder des Umweltausschusses.
Quelle: Borkener Zeitung vom 19.12.2013Quelle: Borkener Zeitung vom 19.12.2013
Demnach ist die jüngste Ankündigung der Firma Tecklenborg, die Straße im ursprünglichen Verlauf in alter Qualität und Güte wieder herzustellen und mit einer Stahlspundwand zur Wasserseite hin zu sichern, inzwischen überholt. Denn die Bergbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg melde Bedenken gegen diese Lösung an und werde sie so nicht genehmigen, sagte der Bürgermeister mit Blick auf Sicherheitsaspekte. Die Firma Tecklenborg als Betreiberin der Sandgrube und Schadensverursacherin sei aufgefordert, Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen. Wichtig sei jedoch die Zustimmung der Fachbehörden, so der Bürgermeister.

Im Januar findet ein Gespräch zwischen Vertretern der Firma, der Bergbehörde und der Stadt Velen als Eigentümerin des Wegs statt.

„Die Zeit läuft uns davon. Kann man nicht mehr Druck machen? Denn es sieht so aus, als ob die Stelle durch den Wellenschlag immer weiter ausspült“, erklärte ein CDU-Vertreter. Auch Josef Einck-Roßkamp (CDU) pochte darauf, dass umgehend vorläufige Sicherungsmaßnahmen – zum Beispiel eine Spundwand – notwendig seien. „Aber da ist nichts passiert“, kritisierte er. Ähnlich Anton Sieverdingbeck (CDU): „Irgendwann ist der Weg ganz weg. Dann brauchen wir uns über die Wiederherstellung keine Gedanken mehr zu machen.“

Das Bergamt wolle ein Gesamtkonzept sehen, bevor es vorläufige Maßnahmen genehmige, sagte Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr.

Ludger Bödder (CDU) schlug vor, das Gespräch im Januar abzuwarten. Hans-Joachim Eckerth (SPD) empfahl, das Thema zunächst zu vertagen und bei der alten Beschlussfassung zu bleiben. „Das hält uns alle Wege offen, und das Unternehmen muss nachweisen, was technisch machbar ist und was nicht.“ Einstimmig nahm der Umweltausschuss diesen Vorschlag an.

Vor einem Jahr hatte der Rat entschieden, den beschädigten Wirtschaftsweg entlang der Sandgrube zwischen dem Heidener Landweg und einem weiteren Wirtschaftsweg auf einer Länge von 350 Metern aufzugeben und einzuziehen. Als Ersatz soll die Firma Tecklenborg den parallel verlaufenden nördlichen Wirtschaftsweg in Höhe der Hofstelle Holtkamp, der jetzt nur geschottert ist, als Asphalttrasse auszubauen.

Diese Lösung hat nach Ansicht des Ausschuss-Vorsitzenden Josef Schulze Selting (CDU) noch einen weiteren Vorteil: Wenn der Weg an der Sandgrube aufgegeben und seiner natürlichen Entwicklung überlassen werde, bringe das der Stadt Öko-Punkte. Diese könne sie zum Ausgleich für Eingriffe in Natur und Landschaft an anderer Stelle gebrauchen.

Im April 2012 hatte ein Erdrutsch an der Sandabgrabung den städtischen Weg beschädigt. Ein Teil der nördlichen Böschung war in den See gerutscht.