VELEN (jü). Zu einer Infoveranstaltung zum Thema „Sachgemäßer Umgang mit dem Elektrofahrrad“ hatte die CDU-Seniorenunion Velen/Ramsdorf in die Gaststätte Fork eingeladen. Zu Gast war Verkehrssicherheitsberater Wolfgang Kopp. Der Polizeibeamte referierte anschaulich über die Risiken beim Fahren mit dem Elektrorad. Zugleich gab er wertvolle Tipps und beantwortete Fragen der Teilnehmer. Auch die der BZ.
"BZ: " Warum ist eine solche Infoveranstaltung notwendig?
Kopp: Vorneweg: Wir begrüßen, dass ältere Menschen dank der Elektroräder lange aktiv und mobil bleiben. Jedoch: In den vergangenen zwei Jahren sind wir von der Entwicklung, vom Boom der schnellen Räder überrascht worden. Daraus ergeben sich Probleme, die wir so vorher nicht gekannt haben. Leider ist die Zahl der getöteten Radfahrer, davon die meisten Senioren, in den vergangenen Jahren gestiegen. Genau diesem Trend müssen wir entgegensteuern, müssen ihn stoppen.
"BZ: "Welche Gefahren ergeben sich speziell beim Fahren mit dem Elektrorad?
Kopp: Die Geschwindigkeit der elektro-unterstützten Räder wird unterschätzt. Bevor sich jemand auf solch ein Rad setzt, sollte er sich genau über die technischen Details, über die großen Unterschiede informiert und damit auseinander gesetzt haben. Ein weiteres Problem ist, dass mit zunehmendem Alter Wahrnehmung und Reaktionsschnelligkeit nachlassen. Wir möchten die Radfahrer generell für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Bei einer Infoveranstaltung gehen wir Standards durch, wie etwa das richtige Verhalten beim Anfahren oder im Kreisverkehr. Letztlich möchten wir Unsicherheiten und Ängste der Teilnehmer abbauen.
"BZ: "Welche konkreten Tipps geben Sie den Teilnehmern mit auf den Weg?
Kopp: Jeder Radfahrer sollte einen Helm tragen. Mittlerweile steigt auch in unserer Region die Akzeptanz dafür. Wichtig ist zudem, sich gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit für die anderen Verkehrsteilnehmer sichtbar zu machen. Also mit Reflektoren an den Rädern und auch an der Kleidung. Ein weiterer Tipp: Wer unsicher ist, der kann auch an den regelmäßigen Verkehrssicherheitstrainings- Veranstaltungen etwa in Kooperation mit dem Kreissportbund teilnehmen.