VELEN/RAMSDORF. Zwischen Zorn und Verständnis schwanken die Gefühle der Eltern und Schüler, wenn es um die Zukunft der Paulus-Hauptschule in Ramsdorf geht. Die CDU-Sprechstunde im Velener Rathaus brachte zwar keine neuen Erkenntnisse, zeigte aber, wie Gerüchte hochkochen.
Anregungen, Bedenken und viele Fragen zur Paulusschule: Eltern und Schüler nutzen CDU-SprechstundeAm Montag hatte die CDU ab 18 Uhr kurzfristig eine Sprechstunde für betroffene Eltern und Schüler im Velener Rathaus angeboten. Über eine Stunde lang tauschten sich Carsten Wendler, Bernd-Jochen Essink, Thomas Kerkhoff, Gudula Schmeing und Günther Kremer mit den knapp 20 besorgten Eltern und Schülern der Paulusschule aus.
Fraktions-Vorsitzender Günther Kremer betonte, dass die Sitzungsvorlagen erst vor einer Woche zugestellt worden seien. „Wir wissen auch nicht viel mehr als sie“, sagte er den Eltern. Den Tenor des Schreibens der Schulaufsichtsbehörde fasste er so zusammen: „Eine Zusammenlegung der Schulen ist nötig.“
Nicht nur die Eltern zeigen sich von der Eile, mit der die Zusammenlegung betrieben werden soll, überrascht. Eine Mutter führte an, dass Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr im Januar noch bestätigt habe, dass die Aktion die Schüler nicht sofort betreffen würde. „Für mich ist das Schuljahr 2013/2014 aber sofort!“
Auch die vertretenen SV-Schüler Alexander und Tizian betätigten, sie hätten die Zusage erhalten, dass sie an der Paulusschule bleiben könnten. Die Abschlussschüler fürchten um ihre Zentrale Abschlussprüfung bei der Umstellung auf neue Lehrer und die Eingewöhnung in die neue räumliche Situation mit zusätzlich aufwendigerem Schulweg.
Sorgen machen sich die Eltern um die noch nicht vorhandene Busverbindung. Selbst wenn diese eingerichtet werde, könne es zu Problemen bei den Kindern kommen, die den Schulbus verpassten. Wie sollten diese Kinder nach Hause kommen, da es dort keine öffentliche Busstrecke gibt?
Verschaukelt fühlen sich insbesondere die berufstätigen Eltern, die ihre Kinder unter anderem wegen der Ganztags-Betreuung auf die Paulus-Hauptschule geschickt haben. Diese Betreuung könne möglicherweise auf der neuen Schule entfallen, befürchten sie.
Konkrete Antworten auf die Elternfragen konnten die CDU-Vertreter während der Sprechstunde noch nicht geben. Wichtig für sie war es, sich im Vorfeld der heutigen Schulausschuss-Sitzung (ab 18 Uhr in der Burg) über die Bedenken, Anregungen und Sorgen der Eltern zu informieren.