CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Künftig kicken auf Kunstrasen

RAMSDORF (git). Sportlich würde man sagen: Nach langem Power-Play zum entscheidenden Tor. Mit Stimmenmehrheit der CDU hat der Planungsausschuss während seiner jüngsten Sitzung die Änderung des Bebauungsplans „Sport- und Freizeitgelände“ als Satzung beschlossen. Sie ermöglicht es, den viel diskutierten Kunstrasenplatz auf dem VfL-Gelände an der Holthausener Straße zu bauen. Dagegen stimmten UWG, SPD und Grüne. Wenn jetzt noch der Rat am Montag erwartungsgemäß zustimmt, könnte im Frühherbst der Bau starten. Davon geht Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr aus. Die Bauzeit beträgt drei bis vier Monate.
Damit setzen Planungsausschuss und Rat den letzten Federstrich unter ein Verfahren, das Mitte Dezember 2010 begonnen hatte. Nachdem das Projekt zuvor rund ein Jahr lang diskutiert worden war, hatte der Rat Ende 2010 mit 15 Ja- und zehn Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung den Grundsatzbeschluss zum Bau des Kunstrasen-Sportplatzes am Wulfkampstadion gefasst. Gleichzeitig schob er mehrheitlich die Bebauungsplan-Änderung „Sport- und Freizeitgelände“ an. Jetzt - sechs Monate später - muss die Planänderung nur noch bekannt gemacht werden, dann ist sie rechtswirksam. Unterdessen arbeitet die Verwaltung bereits mit Hochdruck daran, die Unterlagen für die Baugenehmigung zusammenzustellen. Der Trägerverein holt derweil Angebote für den Kunstrasenplatz-Bau ein.

Vor seiner Entscheidung hatte sich der Planungsausschuss mit den Anregungen und Bedenken von Bürgern sowie Trägern öffentlicher Belange befasst, die bei der zweiten Offenlegungs-Phase eingegangen waren. Sechs Stellungnahmen lagen vor. Bei der Bewertung der Eingaben schloss sich die Politik mit Stimmenmehrheit der CDU jeweils der Meinung der Verwaltung an. In einem kurzen Statement hatte zuvor SPD-Fraktionschef Engelbert Volks noch einmal die grundsätzlichen Bedenken der Sozialdemokraten formuliert. Johannes Maus (CDU) dagegen konnte so manches Argument, das bei der Öffentlichkeits-Beteiligung ins Feld geführt worden war, nicht nachvollziehen.