Velen (mge). Die Musikschule Velen Ramsdorf ist auf den Weg gebracht. Die Gründungsversammlung am Montagabend in der Alten Molkerei zeigte die gute Vorbereitung durch den Ersten Beigeordneten Dr. Thomas Brüggemann. Offenbar waren die meisten Fragen bereits im Vorfeld mit Rat und beteiligten Vereinen geklärt worden.
Am Start: Die Vorstandsmitglieder des neu gegründeten Musikschul-Vereins mit Vertretern der Gemeinde und der Banken. (Foto: mge) Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr wies zu Beginn der Versammlung darauf hin, dass in Velen und Ramsdorf musikalisch gute Arbeit in vielen Vereinen geleistet werde. Die Vernetzung dieser Ressourcen sei ein Kernpunkt gewesen, als seinerzeit der Ausbau und die weitere Nutzung der Alten Molkerei diskutiert wurde. „Mit der Vereinsgründung sind wir auf einem guten Weg. Der Rat sieht die Sache positiv und hat die Unterstützung in Aussicht gestellt. Das ist ein wichtiges Ereignis für unsere Gemeinde“, so der Bürgermeister.
Der Entwurf der Satzung wurde einstimmig angenommen und trug am Ende die Unterschriften von 18 Gründungsmitgliedern. Bei drei Enthaltungen wurde der Mitgliedsbeitrag auf zwölf Euro festgesetzt.
Nach der Satzung sollten noch zwei Vorstandsmitglieder gewählt werden. Mangels Kandidaten wurde diese Wahl aber auf die nächste Mitgliederversammlung verschoben. Es sollen dabei auch Eltern angesprochen werden.
Da Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr den Ersten Beigeordneten als seinen Vertreter benannte, setzt sich der Vorstand jetzt so zusammen: Dr. Brüggemann als Vertreter des Bürgermeisters; die Vereine benannten: Werner Kerkhoff vom Chor „Nice2Hear“, Andreas Messing vom Musikverein Velen, Maren Deppe vom Spielmannszug Ramsdorf, und Roman Schulz von den Vereinigten Spielleuten Velen. Vom Rat wurden benannt: Dietmar Spatzier, Ralf Geringhoff und Robert Hummels. Zu Kassenprüfern wurden Carsten Geringhoff und Marlon Gehrke gewählt.
Nach der Eintragung im Vereinsregister nimmt der Vorstand seine Arbeit auf. „Die weitere Weichenstellung ist Vorstandssache. Wir werden jetzt sehen, was möglich ist und wo Wartelisten sind, die wir bedienen können“, so Dr. Brüggemann. Die Jugendarbeit der Vereine könne so weiter laufen oder unter dem Dach der Musikschule erfolgen.
Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr wagte einen Blick in die Zukunft: „Unser Ziel muss sein, dass jeder und jede, die sich musikalisch betätigen möchten, in der Musikschule fündig wird. Wir wollen mehr Menschen für die Musik begeistern und insbesondere die Schulen mit vernetzen“. Man wolle auch mit anderen Musikvereinen ins Gespräch kommen, die sich bisher nicht beteiligt haben.
Auch finanziell ist ein Grundstock gelegt. Die Gemeinde hat Unterstützung zugesagt - monatlich 2000 Euro - und stellt die Alte Molkerei zur Verfügung.
In der Versammlung übergaben Annegret Föcking (Sparkasse Westmünsterland) und Friedhelm Bone (Volksbank Ramsdorf) je 2000 Euro.
Ferdi Bradenbrink steuerte die Idee bei: „Wir sollten alle auffordern, Instrumente als Leihgabe zur Verfügung zu stellen“. Er selbst bot spontan ein Cello, eine Laute und eine Mandoline an. Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr resümierte: „Ich bin mir sicher, das kann eine gute Entwicklung geben“.