CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Geht der Ball jetzt ins Netz?

Ramsdorf (git). Im Dezember 2009 hatte die CDU den Ball ins Rollen gebracht - jetzt zeichnet sich eine Entscheidung in Sachen „Kunstrasenplatz“ ab. Nach der Informations-Veranstaltung, die am Montag, 25. Oktober, ab 17 Uhr im Burgsaal stattfindet, tagt dort der Schul-, Sport-, Kultur und Sozialausschuss. Für diese Sitzung hat die Verwaltung der Politik einen richtungsweisenden Beschlussvorschlag unterbreitet. Endgültig wird der Rat am 15. Dezember über die Sache entscheiden.
Als Varianten in der Diskussion: der Standort zwischen der Tennishalle und der Firma Westrick (Bild) sowie der Standort nördlich des VfL-Vereinsheims. (Foto: Plettenberg)Als Varianten in der Diskussion: der Standort zwischen der Tennishalle und der Firma Westrick (Bild) sowie der Standort nördlich des VfL-Vereinsheims. (Foto: Plettenberg)

Das schlagen Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr und Erster Beigeordneter Dr. Thomas Brüggemann dem Ausschuss zur Abstimmung vor:

Am Wulfkampstadion soll für Trainings- und Meisterschaftsspiele ein Fußball-Kunstrasenplatz gebaut werden. Zur Umsetzung des Projekts soll die Verwaltung einen Vertrag mit dem VfL Ramsdorf und den Sportfreunden Nordvelen abschließen. Weiter heißt es: Die Zuschüsse der Gemeinde dürften maximal durchschnittlich bei 26.000 pro Jahr (Darlehenszins und -tilgung) für die Zeit von 2011 bis 2030 sowie bei 2000 Euro pro Jahr (Platzpflege) für die Zeit von 2011 bis 2025 liegen. Und: Was aus dem Tennenplatz gegenüber der Paulus-Hauptschule werde, soll erst im Zusammenhang mit den 2012/2013 dort anstehenden Arbeiten am Stauwehr entschieden werden.

Ein Thema der umfangreichen Diskussionen im Vorfeld: der Sonntags-Betrieb auf dem Fußballplatz. Laut Verwaltung haben der VfL Ramsdorf und die Sportfreunde Nordvelen zwischenzeitlich erklärt, dass sie die gesamte Sportanlage sonntags in der Regel nur zwischen 13.15 und 16.45 Uhr nutzen würden. Damit wäre auch ohne Lärmschutzwand eine „bedarfsgerechte Nutzung des Kunstrasenplatzes für den Trainings- und Spielbetrieb an beiden bisher diskutierten Standorten am Wulfkamp möglich“ heißt es in der Verwaltungs-Vorlage.

In puncto Bauherren-Eigenschaft und Finanzierung bevorzugt die Rathaus-Spitze dieses Modell:

Die beiden Sportvereine VfL Ramsdorf und Sportfreunde Nordvelen sollen einen gemeinnützigen Träger- und Förderverein gründen, der als Bauherr fungiert und später den Kunstrasenplatz betreibt. Über diesen Trägerverein sollen die Vereine das Projekt über das Sportstätten-Programm der NRW-Bank finanzieren (Zeitraum: 20 Jahre). Mit der Darlehensfinanzierung wolle man der aktuell günstigen Zinssituation Rechnung tragen.

Weiter heißt es: Im Rahmen von Zinszahlung und Tilgung des Darlehens sollen die Vereine ihren bereits zugesagten Eigenanteil von wenigstens 2000 Euro/Jahr über 20 Jahre einbringen. Außerdem sollen sie sich mit „Muskelhypotheken“ in Höhe von etwa 80.000 Euro engagieren. Für Zins und Tilgung des Darlehens wolle die Gemeinde über die Laufzeit von 20 Jahren einen jährlichen Zuschuss an den Trägerverein leisten, der durchschnittlich 26.000 Euro betrage. Zusätzlich gewähre die Gemeinde dem Trägerverein jährlich 2000 Euro für die Platzpflege - zunächst befristet auf 15 Jahre.

Die Darlehenssumme von 420.000 Euro würde noch durch die „Muskelhypothek“ der Vereine ergänzt, sodass insgesamt etwa 500.000 Euro zur Verfügung stünden, rechnet die Verwaltung vor.

Außerdem sollen im Vertrag zwischen Gemeinde und Vereinen Mindeststandards für den Kunstrasenplatz festgelegt werden.