Neue Technik und altes Handwerk
Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr (r.) war sichtlich zufrieden mit der ersten Gewerbeschau. (Fotos: Printing)Immer wieder vollmundig angekündigt, trudelten die ersten Radrennfahrer schließlich unter großem Beifall und in Begleitung des Biker-Treffs Velen gegen 17 Uhr ein und gönnten sich erst einmal einen Müsli-Riegel und ein kühles Getränk.
Letzteres machten die Premierengäste der ersten Leistungsschau der Gewerbetreibenden in Velen und Ramsdorf schon seit ungefähr 13.30 Uhr. Bereits eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung durch Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr wanderten Neugierige von Aussteller zu Aussteller - immerhin 45 an der Zahl. Mit den Worten „Klasse, das schon so früh so viele Leute da sind“, freute sich Bürgermeister Schulze Pellengahr über den großen Zuschauerzustrom.
Dabei stieß die Idee für diese Gewerbeschau und ihr Konzept am Anfang nicht nur auf Begeisterung, erklärte die Veranstaltungsorganisatorin und Wirtschaftsförderin der Gemeinde, Anke Hußmann. Eine zweitägige Leistungsschau - kann das funktionieren und wer soll denn da am Samstag kommen, fragten sich einige Gewerbetreibende. „Aber das Konzept scheint zu funktionieren“, sagte sie weiter. „Die bunte Mischung aus altem Handwerk, und neuen Techniken lockt Neugierige auch schon samstags an.“
Ein Hingucker war hier vor allem der 74-jährige Hufschmied Günter Niehaus, der ganz im alten Stil kleine Hufeisen schmiedeten, so dass entsprechend des Mottos der zweitägigen Gewerbeschau „Die Funken flogen“. Aber auch die Doskerkerls mit ihren Dutzend auf Hochglanz polierten Traktoren sorgten für Begeisterung.
Immer wieder mussten Mütter bunt geschminkte Kinder auf den alten Deutz, Jahrgang 1938, setzten. Mit dem war Heinrich „Hexe“ Hovermann von den Doskerkerls am Samstag in halbstündiger Fahrt vom Knüverdarp angereist. „Eine Ehrensache, dass wir hier bei der Schau mitmachen“, versicherte er. Genauso wie für den Heimatverein, am Samstag und Sonntag die Türen der Sägemühle zu öffnen. „Das ist eine gute Sache“, sagte Josef Klöpper vom Heimatverein. „So können die Velener und Ramsdorfer mal zeigen, was sie alles machen und anbieten.“ Und dann noch in dieser Umgebung - was wolle man mehr. Ja, was?
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