Über die Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung informierte die Velener Rechtsanwältin Antje Funke-Münstermann im Gasthof „Coesfelder Tor“, in Velen. Eingeladen hatte die CDU-Senioren-Union Velen-Ramsdorf zu dieser kostenlosen Infoveranstaltung. Dass das Thema interessierte, zeigte die hohe Anmeldezahl von 70 Teilnehmern. Auch wenn man es gern verdrängt: Jeder kann durch Unfall, Krankheit oder Alter in eine Lage geraten, in der er wichtige Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann.
Die
Vorsorgevollmacht diene dazu, eine Person des Vertrauens für den Fall zu bevollmächtigen, dass man nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Angelegenheiten zu regeln. Das kann beispielsweise die Erledigung von Bank- oder Versicherungsgeschäften sein oder der Abschluss eines Heimvertrags. Eine ordnungsgemäß erstellte Vorsorgevollmacht kann in vielen Fällen die Einleitung eines Betreuungsverfahrens verhindern.
In einer
Patientenverfügung hingegen trifft man bestimmte Entscheidungen im Bereich der medizinischen Versorgung im Voraus für den Fall, dass man später nicht mehr in der Lage ist, diese Entscheidung wirksam zu treffen. Als Beispiel nannte Funke-Münstermann hierfür die Frage, ob lebensverlängernde Maßnahmen bei unheilbaren Krankheiten durchgeführt werden sollen.
In einer
Betreuungsverfügung können Wünsche hinsichtlich einer Betreuung geäußert werden, die man im Betreuungsfall möglicherweise krankheitsbedingt nicht mehr zum Ausdruck bringen kann.
Während der Veranstaltung und auch im Anschluss kamen viele Fragen zu diesen Themen an die Expertin. Resümierend weist die Rechtsanwältin darauf hin, dass man sich mit dem Thema beschäftigen muss, um so für eine rechtzeitige Vorsorge für eine selbstbestimmte Lebensführung zu sorgen. Sie gab an diesem Nachmittag auch Tipps für die Ausstellung der Formulare und hatte auch gleich Musterformulare mitgebracht. Jochen Essink, Vorsitzender der CDU-Senioren-Union, dankte im Namen aller Frau Funke-Münstermann für die ausführlichen Darstellungen und Hilfestellungen. „Der Zeitpunkt, wenn man sich mit den Themen beschäftigen solle, ist jetzt“, betonte er. Essink wies darauf hin, dass auf der Website der CDU (siehe unten) eine Broschüre des Kreises, Musterformulare und Verlinkungen hinterlegt sind.
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