Quelle: Borkener Zeitung: Ein gemeinsamer Bauhof des Kreises Borken mit der Gemeinde Velen und den Städten Gescher und Stadtlohn: Über Nutzen und Lasten dieses Projektes, das sich derzeit in der Planungs- und Entscheidungsphase befindet, haben sich am Samstag CDU-Politiker aus den beteiligten Kommunen informiert.
Velen/Kreis Borken. Zu den knapp 40 Teilnehmern der Infoveranstaltung auf dem Gelände der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) in Gescher/Estern, dem möglichen Standort eines interkommunalen Bauhofes, zählten auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Röring und CDU-Kreisgeschäftsführer Eckhart Ballenthin. Als Referenten hatten die Christdemokraten EGW-Geschäftsführer Thomas Holzschneider und Paul Schmeing vom Betrieb für Straßen, Gebäude und Grünflächen des Kreises Borken geladen.
"Leistungssteigerung" und "Kostensenkung": Unter diese beiden Schlüsselbegriffe fassten Holzschneider und Schmeing die zu erwartenden Synergieeffekte eines gemeinsamen Bauhofes von Kreis und Kommunen zusammen.
Ein gemeindeübergreifender Einsatz von Maschinen und Personal, aber auch von Know How, so die Überzeugung der Referenten, werde die Qualität der Bauhofleistungen steigern und die Kosten senken. Einen weiteren Vorteil sah Holzschneider in der zu erwartenden "Kostentransparenz": Durch differenzierte, leistungsbezogene Abrechnungen könnten beteiligte Kommunen zukünftig die Folgekosten aller vom Bauhof zu wartenden Projekte verlässlich ermitteln.
Konkrete Zahlen über zu erwartende Einsparungen durch Synergieeffekte oder über Kosten des Projektes, aber auch Einzelheiten über die geplante Struktur und Leitung des Unternehmens erfuhren die Teilnehmer dabei indes nicht: Mit dem Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit der Verhandlungen, aber auch auf fehlende Kostenermittlungen für die derzeitigen Bauhöfe, mussten sich interessierte Frager insofern mit eher allgemeinen Plausibilitätserwägungen zufrieden geben.
Auch die Frage nach den Ergebnissen eines für die Stadt Stadtlohn offenbar "intern" erstellten Gutachtens zu dem geplanten Projekt wurde von Eckhard Ballenthin mit dem Hinweis auf "Nichtöffentlichkeit" unbeantwortet gelassen.
Zum konkreten Planungsstand teilte Thomas Holzschneider mit, dass das Konzept fertiggestellt sei. Ein Mietangebot der EGW für die zu errichtenden Gebäude liege vor. Die Stadt Gescher habe bereits ihr Placet zu dem Vorhaben erteilt - die Entscheidung Velens und Stadtlohns stehe noch aus.
Dazu ergänzte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Johannes Maus, dass in der Gemeinde Velen ein Beschlussvorschlag in dieser Sache noch nicht vorliege.
Vor dem Hintergrund des Verkaufs der Bauhöfe des Kreises und in Velen wies Holzschneider auf den bestehenden "Handlungsdruck" hin, der weitere Entscheidungen "kurz nach den Sommerferien" erfordere.