CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

CDU Velen-Ramsdorf steht zu Projekt Kunstrasenplatz

Die CDU-Fraktion steht auch weiterhin hinter dem Umbau des derzeitigen Ascheplatzes in Ramsdorf in einen modernen Kunstrasenplatz. „Unsere Meinung über dieses Thema sehen wir durch die Vorlage der Verwaltung bestärkt“, so Günther Kremer am Rande des heutigen Schul-, Sport-, Kultur- und Sozialausschusses.

Die von der Verwaltung durchgeführte ergebnisoffene Prüfung habe danach zunächst einmal zu Tage getragen, dass ein Naturasen als Variante definitiv ausscheide, da dieser im Winter keine Alternative darstelle um den Ligabetrieb aufrecht zu erhalten. „Ebenso lassen wir uns von dem bisher eingeholten Angebot für die Realisierung nicht abschrecken“, so Kremer weiter. Die CDU rechnet zum einen damit, dass bei einer durchzuführenden Ausschreibung auch der Angebotspreis noch sinke, des Weiteren seien in dieser Angebotssumme mit der Sprintstrecke und den Außenanlagen auch Elemente enthalten, die ebenso bei einem Ascheplatz zu errichten wären. „Wir wissen, dass ein Kunstrasenplatz eine teurere Option ist, für uns steht bei dieser Diskussion aber auch der Spielkomfort und die Qualität des Sportstättenbaus im Fordergrund. Das sind uns unsere Sportler und Schüler wert“, erklärt Kremer die Meinung der CDU-Fraktion.

1. Argument: Ergebnisoffenheit
wir haben einer ergebnisoffenen Prüfung zugestimmt, daher hat die Verwaltung in der Vorlage bisher nur die verschiedenen Varianten geprüft, mehr nicht. Es ist bisher keine Vorfestlegung der Verwaltung geschehen.

2. Argument: Naturasenplatz als Variante
scheidet definitiv aus, da dieser keine Ergänzung zum Platz am Wulfkamp wäre, da er im Winter länger nicht bespielbar ist. Alternativ können nur Ascheplatz und Kunstrasen verglichen werden. (vgl. z.B. Pressemitteilung Stadt Münster vom 08.03.2010)

3. Argument: Lebensdauer
von den Kritikern eines Kunstrasens wird gerne behauptet, dieser halte „nur“ 10 Jahre. Zum einen stimmt dies nicht, da die sog. 4. Generation bei entsprechender Pflege durchaus 15 Jahre bespielbar ist. Zum anderen muss danach nicht alles neu gemacht werden, sondern meist nur der obere Belag ausgetauscht werden.

4. Argument: Herstellungskosten
hier stehen in der Vorlage beachtliche 567.000 €. Dazu muss man aber verschiedene Faktoren berücksichtigen:

  • bisher ist keine Ausschreibung erfolgt, sondern lediglich nur 1(!) Angebot eingeholt worden
  • die Firma Büttner ist Aussage der Stadt Münster eine sehr gute Fachfirma, aber auch der mitunter teuerste Anbieter am Markt
  • die aufgezeigten Kosten beinhalten weitere Komponenten, die teilweise auch bei einem Tennenplatz anfallen und die wir mitbauen können, aber nicht müssen
elastische Tragschicht: 70.000 €
Beregnungsanlage:       15.000 €
Laufbahn:                         38.000 €
Wegeflächen:                  30.000 €
                                         153.000 €
414.000 € (= 567.000 € abzgl. 153.000 €)
  • durch eine Ausschreibung mit mehreren Firmen und mit anderen Anbietern lässt sich dieser Preis noch nach unten korrigieren
  • Zudem ist durch die Begrenzung des Platzes auf das absolut notwendige DFB-Spielmaß noch eine Einsparung zu erzielen
  • bisher sind keine Eigenleistungen der Vereine oder der Gemeinde eingerechnet, auch hier lässt sich noch Potential heben
  • auch für einen Ascheplatz waren anfangs „nur“ 60.000 € veranschlagt. Diese Investitionssumme hat sich auch auf knapp 160.000 € für eine veraltete Technik erhöht!
     

5. Argument: Unterhaltungsaufwand

  • 2 bis 4 Stunden Wartung pro Woche sind auch im Verhältnis zum Ascheplatz vertretbar, da hier nur 3.000 € mehr anfallen. Zudem lässt sich auch hier über die Möglichkeit ehrenamtlichen Engagements (Platzwart) reden, wenn die Gemeinde die Ausrüstung stellt.
  • es gibt keine Diskussion ggf. die Variante der „geschredderten“ Autoreifen als Granulat zu verwenden. Zum einen ist dieses Material ggf. gesundheitsschädlich und zudem passt es auch nicht mehr zu den Plätzen der 4. Generation.
  • es soll ggf. im Rahmen eines Public-Private-Partnership (PPP) darauf hingewirkt werden mit der Firma Rehau eine günstige Belieferung zu vereinbaren. Hierzu könnte eine große Bandenwerbung oder sogar die Spielfläche mit einem Aufdruck der Firma versehen werden.

6. Argument: Spielkomfort

  • bisher wenig berücksichtigt ist, dass der Spielkomfort für die Sportler deutlich steigt. Vor allem Jugendmannschaften, speziell auch Mädchen spielen lieber auf Kunstrasen. Der Ball „läuft“ hier deutlich schneller, sodass weniger Kraft für Schüsse und Pässe benötigt wird.
  • die erhöhte Wärmeabstrahlung bzw. die damit verbundene erhöhte Belastung ist im Rahmen von Sport wohl kein ernst gemeintes Gegenargument! Es geht ja gerade um die Erhöhung von Fitness und Belastungsfähigkeit!
     
7. Argument: Verletzungsgefahr

  • im Gegensatz zu Asche ist die Verletzungsgefahr durch Fallen / Rutschen / Schliddern wesentlich geringer
  • die elastische Tragschicht eines Kunstrasens wird für die Belastung der Gelenke der Sportlerinnen und Sportler wesentlich schonender sein, als ein ungefederter Ascheplatz

8. Argument: Auslastung

  • mit einem Kunstrasen kann aufgrund der längeren Bespielbarkeit eine wesentlich höhere Auslastung pro Jahr erreicht werden, sodass der Kunstrasen ab einem gewissen Punkt sogar günstiger sein kann als ein Ascheplatz.
  • die Zurückhaltung der Schule und Vereine den Platz bisher zu nutzen liegt auch daran, dass dies auf einem Ascheplatz immer mit Schmutz und Staub verbunden ist. Hier würde durch einen Kunstrasen eine „saubere“ Nutzung möglich, sodass sich auch die Bereitschaft der Nutzung bald spürbar erhöhen wird. Ursache-Wirkung-Prinzip �� der Platz wird bisher wenig genutzt, da er
    kein attraktives Spielfeld darstellt!

9. Argument: variable Nutzung
  • die Nutzung durch verschiedene Vereine und Gruppen aber auch durch andere „nicht organisierte“ Nutzer in den freien Stunden werden deutlich erhöht. Es ist neben Fußball durch anfängliche Planung auch die Möglichkeit gegeben andere Sportarten auf Kunstrasen anzubieten. (Basketball, Handball, Feldhockey, Tennis und andere)
  • bzgl. der Nutzung für das Schützenfest hat der Schützenverein bereits Bereitschaft signalisiert auf den Einsatz von Pferden zu verzichten oder wir beiten ggf. einen anderen freien Platz für die Parade zu Nutzung an

10. Argument: zeitnahe Realisierung
auch die Planung einer Fischtreppe ist kein K.O.-Kriterium. Zum einen ist an die Errichtung in 2 Bauabschnitten beispielsweise für den Fußballplatz in 2010-2011 und für die Laufbahn mit Nebenanlagen erst in 2012-2013