Velen zeigt Herz für Radfahrer
Traten gestern kräftig in die Pedalen: Die Mitglieder der Bewertungskommission, begleitet von Vertretern aus Rat und Verwaltung. (Foto: Jüttemeier)Begleitet von Bürgermeister Ralf Groß-Holtick sowie seinem Amtsnachfolger Dr. Christian Schulze Pellengahr samt einigen Ratsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern lernten sie Sehenswertes der Doppelgemeinde vom Fahrradsattel aus kennen. Nach der rund 27 Kilometer langen Tour stand fest: Einstimmig schlägt die Kommission Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper vor, den Ort zur „fahrradfreundlichen Gemeinde“ zu küren und ihn in die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise“ in NRW aufzunehmen. Mit ihrem Votum verband die Jury gleichzeitig ein besonderes Lob für die gute Radwege-Infrastruktur in Velen, berichtete Groß-Holtick. Bereits am Sonntag, 11. Oktober, wird der Minister bei seinem Besuch zur offiziellen Straßenfreigabe der umgestalteten Ortsdurchfahrt die Urkunde überreichen.
Als Vorteile der Auszeichnung nannte Dr. Christian Schulze Pellengahr: Mit dem Label könne sich die Kommune als Teil einer fahrradfreundlichen Region profilieren und auch nach außen hin touristisch vermarkten, dass sie die Qualitätsstandards rund ums Radeln einhalte. Außerdem würden auch Zuschuss-Geber auf diese Qualifikation achten, bezeichnete der Erste Beigeordnete den möglichen finanziellen Aspekt als „nette Begleitmusik“.
Mit Velen bereiste die Auswahlkommission gestern die vierte Kommune im Kreis Borken. Möglichst alle 17 Orte sollten Mitglied in der AGFS werden, beschrieb Bürgermeister Groß-Holtick ein Ziel. Gerade die Radwege-Förderung habe in Velen „in den vergangenen Jahren eine große Rolle gespielt“, listete er die Projekte samt Investitionen auf. Und schmunzelnd: „In Velen haben viele Menschen bereits drei Räder: für sonntags, für werktags und für den Sport“. Über den Tourismusbereich, der mit mehr als 200 Arbeitsplätzen über zehn Prozent der vorhandenen Arbeitsplätze stelle, informierte anschließend Dr. Christian Schulze Pellengahr. Mehr als 100 Kilometer Themenrouten erfreuten sich einer ständig steigender Beliebtheit und belegten einmal mehr die Fahrradfreundlichkeit der Gemeinde.
Über den „Run“ aus dem Westmünsterland auf das Etikett „fahrradfreundlich“ freute sich Bernhard Schemmer (MdL, CDU). Schließlich stehe die Auszeichnung für einen besonderen Anspruch, so der stellvertretende Vorsitzende der Auswahlkommission.