CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Aus dem Stand 79 Prozent geholt

Velen (git). Gestern Abend kurz nach 20 Uhr stand fest: Dr. Christian Schulze Pellengahr (33) heißt der neue Bürgermeister von Velen. Aus dem Stand holte der CDU-Kandidat glatte 79 Prozent - das sind 4909 Ja-Stimmen. Sein Gegenkandidat Albert Göken (parteilos) erreichte mit 1307 Ja-Stimmen (21 Prozent) einen Achtungserfolg. Damit zieht nach 13 Jahren wieder ein CDU-Bürgermeister ins Rathaus ein. Dr. Schulze Pellengahr ist Amtsnachfolger von Ralf-Groß-Holtick (parteilos). Dieser war 1996 durch das Votum von UWG und SPD auf den Chefsessel in der Verwaltung gekommen.

Dr. Schulze Pellengahr freute sich sichtlich über die breite Unterstützung in Wählerschaft, die er als „guten Arbeitsauftrag“ wertet. Er sei „sehr zufrieden - und dankbar für so ein tolles Ergebnis.“ Zwar habe er damit gerechnet, dass er eine Mehrheit finden würde; dass sein Vorsprung aber so deutlich ausfallen würde, habe er sich nicht träumen lassen. Für den Verwaltungsjuristen, der seit Juli 2008 als Erster Beigeordneter in der Gemeinde Velen arbeitet, steht fest: „Die Wähler dürfen jetzt nicht enttäuscht werden.“ Gleichwohl werde es auch immer wieder Entscheidungen geben, die nicht alle zufriedenstellen würden. Dr. Schulze Pellengahrs Anliegen: „Dass die Gemeinde weiterhin auf Kurs bleibt.“

Zu seinen ersten Aufgaben als künftiger Bürgermeister gehört es auch, in Abstimmung mit Ralf Groß-Holtick die Amtsübergabe vorzubereiten und die Stellenausschreibung für einen neuen Ersten Beigeordneten auf den Weg zu bringen.

„Verlieren ist nie schön. Aber es gehört in einer Demokratie dazu. Wenn man nicht verlieren kann, sollte man nicht antreten.“ So kommentierte Albert Göken sein Abschneiden bei der Wahl. Mit einer Niederlage habe er zwar gerechnet, sagte der parteilose Bürgermeisterkandidat. Und dass es für ihn als Einzelkämpfer schwierig werden würde, auch. „Aber es hätte etwas mehr sein dürfen“, hatte Göken doch auf einen höheren Stimmanteil gehofft.

Gleichwohl: 1307 Ja-Stimmen betrachte er als Verpflichtung, sich weiterhin politisch zu engagieren. „Vielleicht schließe ich mich einer Gruppierung an, vielleicht beruft mich auch jemand zum sachkundigen Bürger“, sei er „bei der Kommunalwahl auf den Geschmack gekommen.“

„Sie sehen mich glücklich“, freute sich CDU-Gemeindeverbands-Vorsitzender Carsten Wendler über das gute Abschneiden des CDU-Bürgermeisterkandidaten und der CDU-Direktkandidaten. Wichtig sei, dass Dr. Schulze Pellengahr sich ein eigenes Profil für alle Bürger erwerbe. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Personalentscheidungen getroffen“, sieht Wendler die CDU-Marschroute bestätigt.