Kommunalpolitik in Velen bleibt in Männerhand
Obwohl die CDU mit ihrer neuen Ratsmannschaft die Frauenquote glatt verdoppelt hat - neben Mechthild Schulze Schwering gehört nun auch Eva Nitsch zum Team - ist Kommunalpolitik in Velen offenbar immer noch Männersache. Denn: Sie sind die einzigen beiden Frauen im Gemeindeparlament.
Mit einem verjüngten Team tritt die CDU an: Zwei Mitglieder der 15-köpfigen Fraktion sind jünger als 30 Jahre, zwei weitere jünger als 40 Jahre. Außerdem stellen die Christdemokraten die zwei ältesten Ratsherren mit 60+.
Wer den hauptamtlichen Bürgermeister künftig bei Repräsentationsaufgaben vertritt, steht noch nicht fest. Bislang, so Bürgermeister Ralf Groß-Holtick, habe man sich darüber ebenso wie über die Posten der Ausschuss-Vorsitzenden fraktionsübergreifend abgestimmt. Zurzeit haben Michael Borghorst (CDU) und Werner Tegelkamp (UWG) diese Aufgabe inne.
Wer wird stellvertretender Bürgermeister? Beansprucht die CDU eventuell angesichts ihres guten Wahlergebnisses beide Stellvertreter-Posten? Darüber habe man noch nicht gesprochen, erklärte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Carsten Wendler gestern. Denn bis zur konstituierenden Ratssitzung bleibe noch genügend Zeit.
UWG, SPD und Bündnis 90/Die Grünen könnten rechnerisch den zweiten Bürgermeister-Stellvertreter stellen - falls sie sich zusammenschließen. „Wenn das machbar ist, warum nicht?“ zeigte sich Franz Josef Schwers nicht abgeneigt. Aber man werde das Thema in Ruhe angehen, so der UWG-Ortsvereinsvorsitzende. Entsprechend der Sitzverteilung (UWG: 6, SPD: 3, Grüne/Bündnis 90: 2) „denke ich, dass der größere Partner dabei ein größeres Mitbestimmungrecht hat.“ Aber man müsse sich verständigen, so Schwers.
Die CDU erzielte im Stimmbezirk Schule Holthausen ihr bestes Ergebnis (79,6 Prozent), im DRK-Kindergarten Velen ihr schlechtestes (46,6). Die meisten Stimmen für die UWG wurden im DRK-Kindergarten Velen abgegeben (30,9 Prozent), die wenigsten in der Sparkasse in Velen (10,6). Die SPD schnitt in der Volksbank Ramsdorf am besten ab (18,5 Prozent), in der Schule Holthausen am schlechtesten (0,6 Prozent). Die Grünen holten im Seniorenhaus St. Walburga ihr bestes Ergebnis (17,1 Prozent), in der Schule Holthausen kamen sie nur auf 3,5 Prozent.
Der künftige Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr erzielte in der Schule Holthausen sein bestes Ergebnis (91,6 Prozent), in der Realschule Velen sein „schlechtestes“. Albert Göken holte in der Realschule sein bestes Ergebnis (25,4 Prozent), in der Schule Holthausen sein schlechtestes.