CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Tauziehen um Pastors Büsken geht weiter

Velen (rpl). Mit einer Postwurfsendung an alle Haushalte will die Verwaltung in den kommenden Tagen in die Diskussion um „Pastors Busch“ eingreifen. Darüber hinaus soll innerhalb von spätestens vier bis fünf Wochen eine Informationsveranstaltung - möglichst als Bürgerversammlung im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung - anberaumt werden, auf welcher die Gemeinde über die Planungen in „Pastors Busch“ informiert.
QDiese Vorgehensweise hat der Rat auf seiner Sitzung am Montag auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen. Das Rundschreiben an die Velener Haushalte, so der Beschluss, soll die von Bürgermeister Ralf Groß-Holtick in der vergangenen Woche herausgegebene Presserklärung zu diesem Thema in voller Länge enthalten und auf die geplante Informationsveranstaltung hinweisen.

Die Erklärung Groß-Holticks war in der vergangenen Woche (siehe Bericht vom 13. Februar) in der Borkener Zeitung in gekürzter Form abgedruckt worden. Mit der Verteilung der vollständigen Fassung an alle Haushalte möchte die Gemeinde das Augenmerk offenbar vor allem auf die in der Erklärung angesprochene, nach ihrer Ansicht bisher in der öffentlichen Diskussion zu kurz gekommene Tatsache lenken, dass der Mitinitiator des Bürgerbegehrens „Pastors Busch“, Gregor Kremer, sich in der Vergangenheit seinerseits um den Erwerb von Flächen in Pastors Busch bemüht habe.

Dieses Bemühen, so bekräftigte Bürgermeister Groß-Holtick gestern auf BZ-Nachfrage seine Darstellung in der Presseerklärung, habe Kremer mit dem Ziel unternommen, auf dem Areal von Pastors Busch eine Privatstraße als Zufahrt zu dem ihm gehörenden Kaufparkgelände zu errichten. Als sich gezeigt habe, dass es sich bei der Planung um eine öffentliche Straße handele, habe er das Bürgerbegehren initiiert, so Groß-Holtick.

Gregor Kremer und seine ebenfalls beim Bürgerbegehren engagierte Schwester Gisela Wessels wiesen diese Darstellung gestern im BZ-Gespräch mit Nachdruck zurück.

Zwar sei richtig, so Wessels und Kremer, dass sie sich im vergangenen Jahr um den teilweisen oder auch völligen Ankauf von Pastors Busch bemüht hätten. Ihr Ziel sei aber gerade nicht der Bau einer Straße, sondern deren Verhinderung gewesen. „Wir hatten allenfalls die Absicht, einen Radweg durch den Busch zu legen“, so Gisela Wessels. Einen Vorstoß, eine Anfrage oder gar einen förmlichen Antrag auf Bau einer Straße habe es ihrerseits nie gegeben, betonten Wessels und Kremer.