Ausschuss stimmt neuem Standort zu / Eine Gegenstimme / SPD: Was geschieht, wenn Supermarkt nicht kommt?
RAMSDORF (rpl). Für die Ansiedlung der DRK-Kindertagesstätte „Spielscheune“ im nördlichen Bereich des Tennenplatzes an der Paulusstraße hat sich der Schul, Sport-, Sozial- und Kulturausschuss am Donnerstagabend ausgesprochen. Bei einer Gegenstimme verabschiedete er die Beschlussempfehlung an den Rat.
Gegen den Vorschlag der Verwaltung stimmte Martin Dirking (Bündnis 90/Die Grünen). Seine Fraktion spreche sich gegen die jetzt vorgeschlagene Lösung aus, so Dirking. Stattdessen befürworteten die Grünen die ursprünglich zweite Alternative: einen Neubau auf dem Hof der Sekundarschule. Wegen der dort möglichen Bündelung von Schule und Kindergarten halte seine Fraktion diesen Standort für passend. Die von Sekundarschulleiter Franz Schrief befürchtete gegenseitige Störung beider Einrichtungen sehe er so nicht. Zudem, so Dirking, könnte die jetzt vorgesehene Teilfläche des Sportplatzes besser „anderweitig vermarktet“ werden.
Mit seinem Einwand eröffnete der Grünen-Sprecher eine Debatte, in der die bisher diskutierten Möglichkeiten erneut kritisch beleuchtet wurden. Dabei sprach sich insbesondere Thomas Kerkhoff (CDU) gegen die Sichtweise Dirkings aus. Die von diesem geforderte „zweite Alternative“ komme „auf gar keinen Fall“ in Betracht, so Kerkhoff. Aus seiner Sicht sei es „unmöglich, mehr oder weniger den ganzen Schulhof der Sekundarschule zu bebauen“. Zudem sei die jetzt vorgesehene Fläche auf dem Tennenplatz zunächst als Sportfläche für die Sekundarschule vorgesehen gewesen. Wenn jetzt die Schule selbst vorschlage, darauf zu verzichten, sei es sinnvoll, diese Anregung anzunehmen.
Als die „bessere Lösung“ wertete auch Engelbert Volks (SPD) den Standort „Tennenplatz“. Das gegenseitige Störpotential von Schule und Kindergarten dürfe nicht unterschätzt werden, betonte er. Gleichwohl gebe es hinsichtlich des Standortes auf dem Sportplatz noch Klärungsbedarf: So müsse etwa der zukünftige Verkehrsfluss von Kindergarten-, Anlieger- und Lieferverkehr genau unter die Lupe genommen werden. Fragen müsse man sich auch, was denn geschehen solle, wenn die Ansiedlung eines Supermarktes auf dem Sportplatzgelände wider Erwarten nicht gelänge. Dann stehe dort der Kindergarten – und nur der Kindergarten.
Die Ansiedlung der Kita auf dem Sportplatz befürwortete abschließend noch einmal Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr: Im Gegensatz zu den zuvor diskutierten Möglichkeiten sei diese Variante kein Kompromiss, sondern eine Lösung „aus einem Guss“.