VELEN (git). Geschafft: Nach knapp einem Jahr Umbauphase wird der Kirchplatz am Sonntag (22. Mai) offiziell seiner Bestimmung übergeben. Spätestens dann sind Dreck, Lärm und sonstige Unannehmlichkeiten, die Bauarbeiten so mit sich bringen, vergessen. Das Wichtigste: Das Ergebnis überzeugt. Neue Sichtachsenen haben ungewöhnliche Perspektiven geöffnet. Sie geben den Blick frei von der Rekener Straße bis zum Schloss. Bänke laden zum Verweilen ein, was nicht nur Velener bei gutem Wetter zu schätzen wissen. Beete, Bäume, Wege, Pflasterflächen vermitteln Park-Charakter und Aufenthalts-Qualität.
Erinnern Sie sich? Wo früher die ehemalige Gaststätte Emming stand, lädt jetzt ein kleiner Park zum Verweilen ein. (Fotos: Jüttemeier) „Eine gelungene Sache“, bilanziert denn auch Pfarrer Karl Döcker. Er begrüßt es vor allem, dass die Heiligenfiguren integriert wurden. Die Johannes-Statue und die „Mater dolorosa“ (Schmerzensmutter) sind aufgearbeitet worden und haben angemessene Plätze westlich des Hauptportals der Andreas-Kirche gefunden. Faszinierend sei die Illumination des Gotteshauses: Wer im Dunkeln von Osten komme, sehe zunächst nur das hell erleuchtete Kreuz.
„Es passt“, freut sich zum Beispiel auch das Küster-ehepaar Rita und Berhard Richters über die Umgestaltung. Ob die alte Dame mit dem Buch, Radfahrer, die eine Pause einlegen, oder Seminargäste vom Sportschloss: „Es kommen immer wieder viele Interessierte, weil alles neu ist“, schildern die Küster den „wow-Effekt“ bei Velenern und Besuchern.
Bei der Neugestaltung von Kirchplatz sowie der Straßen Am Schloss und Kirchplatz haben Kommune und Kirche eng zusammengearbeitet. Mit im Boot waren ebenfalls die Privatanlieger sowie das Haus Landsberg-Velen.
Im Mai 2010 hatte der Gemeinderat den Auftrag an die Firma Vornholt (Burlo) vergeben. Sie begann am 28. Juni mit den Arbeiten. Die Gesamtauftrags-Summe betrug 464.000 Euro. Dazu kamen 65.000 Euro für die Beleuchtung sowie rund 17.000 Euro für die Begrünung. Rund 60 Prozent der Kosten flossen aus Städtebaufördermitteln, den Rest zahlt die Kommune. Die Pfarrgemeinde hatte zuvor die Fundamente des Gotteshauses sanieren lassen. Außerdem wurden neue Regenentwässerungsleitungen verlegt.
Abgesehen von der rund achtwöchigen Zwangspause im Winter verliefen die Arbeiten nach Plan. „Mit der Qualität sind wir mehr als zufrieden“, hieß es aus dem Velener Bauamt. Kosten- und Zeitplan seien eingehalten worden. Besondere Vorkommnisse? Fehlanzeige.
Nur eines stößt in Pfarrei und Kommune sauer auf: Dass das Beet neben den Parkplätzen parallel zur Ramsdorfer Straße als Hundeklo genutzt wird.