Erneute Debatte um Kunstrasenplatz
Einer der in Frage kommenden Standorte ist das Gelände des Tennenplatzes neben der Schule (Foto: Jünck)Zuvor hatte SPD-Sprecher Engelbert Volks vor allem die neu in den Vordergrund gerückte Standortfrage zum Anlass genommen, die bisherige Beschlussfindung zu kritisieren.
Im Fachausschuss war in der vergangenen Woche die Frage nach dem Standort des Platzes nur in nicht-öffentlicher Sitzung erörtert worden.
In seiner Stellungnahme stellte Volks in Abrede, dass die CDU tatsächlich zu einer „ergebnisoffenen Prüfung“ der Alternativen bereit gewesen sei. Vielmehr, so zeigte er sich überzeugt, habe für die CDU die Entscheidung für einen Kunstrasenplatz von vornherein festgestanden.
Volks verwies darauf, dass die von der CDU ins Feld geführte Möglichkeit einer Kostenreduzierung durch Ausschreibung nicht nur für einen Kunstrasen-, sondern auch für einen Naturrasen- oder Tennenplatz bestehe. Dasselbe gelte für Überlegungen, durch Spielfeldverkleinerungen Kosten zu sparen.
Bei der nur nicht-öffentlich diskutierten Alternative, den Kunstrasenplatz auf dem Sportgelände des VfL am Wulfkamp zu bauen, so Volks schließlich, entfielen außerdem die Pro-Kunstrasen-Argumente „Standortsicherung der Schule“ und „städtebauliche Aufwertung des Geländes“. Außerdem kämen bei dieser Alternative zu den Kosten für einen Kunstrasenplatz auch noch diejenigen für die Sanierung des Platzes an der Paulusschule.
Wenig Verständnis für den aus ihrer Sicht allzu späten Vorstoß der SPD zeigten die Christdemokraten. So erinnerte CDU-Fraktionssprecher Günther Kremer, dass auf seine ausdrückliche Nachfrage im Fachausschuss auch aus den Reihen der SPD kein Widerspruch gegen die Erkenntnis gekommen sei, dass ein Kunstrasenplatz die einzige mögliche Lösung sei.
Das Thema nach dem ausgiebigen „Austausch vieler Argumente“ im Fachausschuss jetzt mit einer schriftlich vorbereiteten Stellungnahme erneut im Rat aufzugreifen, wertete Kremer als „schlechten Stil“. Anlass für eine „Neubewertung“ der Fakten vor dem Hintergrund der erst nachträglich aufgekommenen Standortfrage sah indessen auch UWG-Sprecher Franz-Josef Schwers. Bisher, so Schwers, sei es immer nur um den Standort „Paulusschule“ gegangen.