Standort noch offen
Der Ramsdorfer Tennenplatz soll durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. Offen ist die Standort-Frage. (Foto: Jünck)Zugleich beschlossen die Politiker, die denkbaren Alternativen „Instandsetzung des Tennenplatzes“ und „Neuanlage eines Naturrasenplatzes“ nicht weiter zu verfolgen.
Allerdings, so der Beschluss weiter, soll auf Anregung von Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr die Standortfrage nochmals geprüft werden: Gegenüber dem derzeit im Vordergrund der Überlegungen stehenden Standort an der Paulusschule, so hatte der Bürgermeister zu bedenken gegeben, erweitere die am Gelände des VfL Ramsdorf bereits jetzt vorhandene Infrastruktur die Nutzungmöglichkeiten eines Kunstrasenplatzes dort unter Umständen beachtlich.
Grundlage der jetzt getroffenen grundsätzlichen Zielvorgabe „Kunstrasenplatz“ war ein von der Verwaltung vorgelegter Kosten-Nutzen-Vergleich, der drei Alternativen „Kunstrasen-“, Naturrasen-“ oder „Tennenplatz“ prüfte. Darin hatte die Verwaltung zunächst das Fazit gezogen, dass die erwartete jährliche Gesamtnutzungsdauer von etwa 1800 Stunden pro Jahr von einem Naturrasenplatz nicht verkraftet werden könne.
Die damit noch verbleibenden Möglichkeiten „Tennen-“ oder „Kunstrasenplatz“, so die Verwaltung weiter, unterschieden sich zum einen in den Herstellungskosten, zum anderen in der möglichen Nutzung: Während der Bau eines Tennenplatzes mit knapp 160.000 Euro zu veranschlagen sei, müsse einem aktuell eingeholten Angebot zufolge für einen Kunstrasenplatz mit Herstellungskosten von rund 570.000 Euro gerechnet werden. Dafür ermögliche ein Kunstrasenplatz eine weitgehend witterungsunabhängige, ganzjährige Nutzung. Trotz der erheblich höheren Herstellungskosten befürworteten vor allem Sprecher der CDU-Fraktion den Bau eines Kunstrasenplatzes. Zum einen, so die Argumentation, werde der jetzt ermittelte Preis bei einer Ausschreibung voraussichtlich noch sinken - zum anderen rechtfertigten die höhere Qualität der Sportstätte mit ihrem erhöhten Spielkomfort, ihren erweiterten Nutzungsmöglichkeiten und ihrer geringeren Verletzungsgefahr die Mehrausgabe.
Dabei, so betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Günther Kremer, müsse von Anfang an deutlich gemacht werden, dass ein Kunstrasenplatz in Ramsdorf Nutzungsmöglichkeiten für alle Sportvereine in Velen und Ramsdorf bieten müsse.