CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Debatte um Kunstrasenplatz

Velen (rpl). Zum Endspurt für die Verabschiedung des Haushaltes 2010 hat am Montag der Haupt- und Finanzausschuss angesetzt: In einer ausführlichen Debatte erörterte das Gremium die von den Fraktionen beantragten Änderungen zum Etatentwurf vom 23. November vergangenen Jahres.
Soll der Tennenfußballplatz in Ramsdorf bleiben oder in einen modernen Kunstrasenplatz umgewandelt werden? Diese Frage beschäftigt die Politiker in der Gemeinde im Grünen. 2005 entstand unser Bild, als der Kunstrasenplatz in Heiden gebaut wurde. (Foto: BZSoll der Tennenfußballplatz in Ramsdorf bleiben oder in einen modernen Kunstrasenplatz umgewandelt werden? Diese Frage beschäftigt die Politiker in der Gemeinde im Grünen. 2005 entstand unser Bild, als der Kunstrasenplatz in Heiden gebaut wurde. (Foto: BZ

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 14. Dezember (BZ berichtete) hatten die Fraktionen ihre Änderungsvorschläge vorgebracht. Zwischenzeitlich hatte die Verwaltung zu diesen Anträgen schriftlich Stellung genommen.

Den mit Abstand breitesten Raum in der Debatte nahm erneut der CDU-Antrag auf Umwandlung des Aschen-Sportplatzes an der Paulusschule in Ramsdorf in einen Kunstrasenplatz ein. „Ganzjährige Bespielbarkeit“, „städtebaulicher Gewinn für die Gemeinde“, „Nutzen für Schulen und Vereine“: Diese von den Christdemokraten wiederum vorgetragenen Argumente für einen Kunstrasenplatz machten die Umwandlung trotz der zu erwartenden Kosten von rund 400.000 Euro für die CDU-Fraktion zu einer, so Thomas Kerkhoff, „idealen Lösung“.

Gerade diese Kosten, so Franz-Josef Schwers (UWG), von „fast einer halben Million Euro“, ließen Sprecher von UWG und SPD aber zur Besonnenheit mahnen. Die Fraktionen verständigten sich schließlich auf einen Vorschlag von Bürgermeister Dr. Schulze Pellengahr, die Investition zum einen möglicherweise auf zwei Jahre zu verteilen, zum anderen vor einer endgültigen Entscheidung weitere Informationen über Kosten, Folgekosten und Lebensdauer eines Kunstrasenplatzes einzuholen.

Konkret soll deshalb vorsorglich ein Betrag von 100.000 Euro für 2010 mit einem Sperrvermerk versehen in den Haushalt eingestellt und ein weiterer Teilbetrag von 300.000 in den Finanzplan für 2011 aufgenommen werden. Damit soll dem Rat Handlungsfreiheit für eine spätere endgültige Entscheidung eingeräumt werden. Die voraussichtlich 400.000 Euro für einen Kunstrasenplatz, so wurde auf Anfrage von Hans-Joachim Eckerth (SPD) deutlich, würden gegebenenfalls aus der Rücklage der Gemeinde entnommen werden müssen.

Zu den weiteren Anträgen, die der Haupt- und Finanzausschuss erörterte, gehörten unter anderem die von der CDU geforderte Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die prüfen soll, welche Infrastrukturprojekte möglicherweise hinausgezögert oder gestrichen werden können, die von der UWG beantragte Prüfung, von welchen Gebäuden sich die Gemeinde eventuell noch trennen könne, eine von den Grünen angeregte Stromsparinitiative sowie die von der SPD beantragte Aufstellung von ganzjahrestauglichen Bänken.

Das letzte Wort über den Haushalt 2010 soll der Gemeinderat auf seiner Sitzung am kommenden Montag sprechen.