CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

CDU-Mitglieder haben großes Verständnis für Kandidatur

Außerordentliche Vorstandssitzung der CDU Velen-Ramsdorf

Überrascht, mit Bedauern für den Fall einer erfolgreichen Kandidatur in Coesfeld, aber mit großem Verständnis haben CDU-Vorstand und CDU-Fraktion die Nominierung von Bürgermeister Dr. Christian Schulze Pellengahr als Landratskandidat in Coesfeld am Dienstag aufgenommen.
Der seit 2009 im Amt befindliche Bürgermeister Schulze Pellengahr (38) wurde von der CDU aus Nottuln als Landratskandidat im Kreis Coesfeld einstimmig vorgeschlagen. Diese Nominierung hat er angenommen und ist somit einer von drei Kandidaten im Rennen um die Nachfolge von Landrat Konrad Püning.

In einer außerordentlichen Vorstandssitzung hat Schulze Pellengahr diesen Schritt am Dienstag den CDU-Mitgliedern erläutert. Es sei eine einmalige Chance in seiner Heimatregion für ein so spannendes Amt kandidieren zu können, so dass er sich schließlich in Abstimmung mit in seiner Familie für die Kandidatur entschieden habe. Ausdrücklich betonte er, wie er und seine Familie sich in Velen/Ramsdorf „pudelwohl" fühlten und ihn nichts wegtreibe. Die Arbeit als Bürgermeister bereite ihm viel Freude und fordere ihn auch. „Dennoch ist die Position des Landrates in meiner Heimat im Kreis Coesfeld eine ganz besondere Aufgabe, da ich dort aufgewachsen bin und politisch meine ersten Erfahrungen gesammelt habe", so Schulze Pellengahr

Die anwesenden CDU-Mitglieder zeigten sich in der Sitzung mehr als verständnisvoll und wünschten Schulze Pellengahr viel Erfolg, auch wenn das für die Stadt Velen einen großen Verlust bedeute. CDU-Fraktionschef Günther Kremer betonte: „Die Chance Landrat zu werden, muss er ergreifen, da sie sich vielleicht nur jetzt bietet".

Ohne Verständnis reagierte die CDU auf die Äußerungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Engelbert Volks, der sich öffentlich für eine Amtsniederlegung während eines möglichen Wahlkampfes ausgesprochene hatte. „Für mich steht der Bürgermeister für Kompetenz und Leistung. Wir kennen ihn und seine Tatkraft", so Carsten Wendler, Vorsitzender der Christdemokraten. Die Ausübung des Amtes eines Bürgermeisters und die Durchführung eines Wahlkampfes ist sicherlich eine Doppelbelastung. Diese könne er aber organisieren. So habe der Bürgermeister schon angekündigt insbesondere seinen kompletten Jahresurlaub für den Wahlkampf nutzen zu wollen.

Dass Velen nach einer „Zweiten-Wahl" aussieht, wenn es mit dem Landratsamt nicht klappen sollte, befürchtet die CDU nicht. Eine derartige Bewerbung sei vollkommen legitim und der Bürgermeister habe ja schon jetzt angekündigt in Velen bleiben zu wollen, wenn es in Coesfeld nicht klappen sollte. „Eine derartige Entscheidung hat rein gar nichts mit erster oder zweiter Wahl zu tun", so Kremer ergänzend.

Zum weiteren Verfahren erklärt der CDU-Vorsitzende Wendler: „Wir warten nun das Mitgliedervotum im Februar 2015 im Kreis Coesfeld und dann auch die Landratswahl im September 2015 ab.“  Anschließend werde der CDU-Vorstand zügig entscheiden, welche weiteren Schritte einzuleiten sind. „Wir haben einen gewählten Bürgermeister, der seinen Job für unsere Stadt hervorragend macht und dies auf jeden Fall noch ein weiteres Jahr tun wird. Es gibt also keine Aufgeregtheit und keine Panik", so Wendler abschließend.