CDU-Stadtverband Velen-Ramsdorf

Keine wirkliche Verwunderung

Mit Bedauern aber ohne wirkliche Verwunderung nimmt die CDU in Velen und Ramsdorf die Absage von Bündnis 90/DIE GRÜNEN an der Stadtwerdungsfeier zur Kenntnis. „Ein solcher Festakt sollte ein verbindendes, kein trennendes Ereignis sein“, stellt der CDU-Vorsitzende Carsten Wendler fest. „Auch wenn die Entscheidung nominell Stadt Velen zu werden im Rat nicht einstimmig getroffen und in der Bürgerschaft auch nicht kritiklos aufgegriffen wurde, steht die CDU zu diesem Entschluss,“ so Wendler weiter.
Auch die Tatsache, dass dies mit einem Festakt begangen werde, hält die CDU für richtig. „Es ist ein freudiger Anlass und eine einmalige Sache, die uns keine neuen Aufgaben, Kosten oder Lasten aufdrückt. Es unterstreicht aber nochmals die bereits frühe geschichtliche Bedeutung von Velen und Ramsdorf auch in der heutigen Zeit“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Günther Kremer. „Das wollen wir mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen auch gebührend feiern.“ Über den Rahmen und die Kosten habe man sich lange Gedanken gemacht. Auch vor dem nicht kritiklosen Hintergrund war dabei eine solide und sparsame Finanzierung die Maxime. 

Anregungen von Bürger, Vereine oder Parteien – aber auch die Vorstellungen der Verwaltung – seien hier eingeflossen. Neben der Versorgung durch die örtlichen Gastronomen, sei auch ein Feuerwerk als ein schöner und passender Schlusspunkt einer Feier gewünscht worden. „Velen ist schuldenfrei, gerade weil wir das Geld nicht verpulvern“, erklärt Günther Kremer dabei den Grund für das Sponsoring. Insofern könne man den Vorschlag der Grünen das Feuerwerk lieber selber zu bezahlen nichts abgewinnen.

„Sponsoring nur durch lokale Firmen ist nicht transparenter oder per se besser als durch global agierende Unternehmen“, meint Carsten Wendler. Es sei ja auch nicht so, dass RWE bisher gar nicht in der Gemeinde aktiv sei. Neben zahlreichen Endkunden, die die RWE in der Gemeinde mit Strom beliefert, ist auch die Netzgesellschaft Amprion auf Velener Gebiet aktiv. „Wir widersprechen somit eindeutig dem Versuch RWE hier Korrumpierbereitschaft für ein zukünftiges Projekt unterstellen zu wollen, sondern sind dankbar, dass das Unternehmen generell bereit ist das Bürgerfest durch ein Feuerwerk finanziell zu fördern.“

Auch das im BZ-Kommentar zitierte „Geschmäckle“ greift im journalistischen Instrumentenkasten eindeutig eine Schublade zu hoch, findet Günther Kremer „Für die CDU können Sponsoringmaßnahmen keine Sachentscheidungen beeinflussen. Es gibt hier schon keinen inhaltlichen Zusammenhang für uns. Sofern der Genehmigungsantrag der Biogasanlage durch den WLV und der RWE Tochter Innogy rechtlich und ökologisch genehmigungsfähig seien, werde der Gemeinderat dies abwägen und hierüber sachgerecht entscheiden. Bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN haben wir aber den Eindruck, dass bereits auch in der Frage der Großbiogasanlage vor Sichtung und Kenntnis der Fakten eine Entscheidung schon gefallen ist und diese nun medial vorbereitet werden soll“, so Kremer.

Die CDU freut sich auf die Akteure und Programmpunkte des Abends, aber besonders auf die vielen Begegnungen und Gespräche der Einwohner. Sie ruft ausdrücklich alle Bürgerinnen und Bürger aus Ramsdorf und Velen auf, am Bürgerfest teilzunehmen. „Wir sind uns sicher, dass es ein rundum gelungener Abend werden wird", so Wendler abschließend.