CDU Velen-Ramsdorf lehnt mögliche Pläne zur Umzäunung des Schlosses Velen ab

Vorstand und Fraktion enttäuscht und empört über Informationspolitik des Hauses Landsberg | Velener Bevölkerung hat starke Identifikation mit dem Schloss Velen

„Die Salamitaktik seitens des Hauses Landsberg ist sehr befremdlich für uns“, so Günther Kremer, CDU-Fraktionsvorsitzender. Auf die möglichen Pläne einer Umzäunung des Schlosses Velen reagieren die Christdemokraten mit Enttäuschung und Empörung.

Am 02.10.2018 erreichte die Nachricht der Schließung die Öffentlichkeit. Am 01.11.2018 informierte man, dass ein neuer Pächter gefunden sei. In einem Gespräch mit der Bürgermeisterin Dagmar Jeske versicherten die neuen Pächter, dass Park und Tiergarten für die Öffentlichkeit geöffnet bleiben. Schriftlich gibt es hierzu aber nichts. Wieder nur kurze Zeit später stellt sich die Sachlage genau gegenteilig dar. Chateauform hat nun doch Pläne, den Schlosspark ganz oder in Teilen im Sinne ihres Seminarhaus-Konzeptes zu sperren. Auch die in Teilen nicht vorhandene Informationspolitik des Hauses Landsberg und vom Pächter beklagt die CDU.

Drei mögliche Varianten einer Umzäunung habe man der Verwaltung vorgestellt. Hierzu stellt die CDU Velen-Ramsdorf klar, dass keine derartigen Pläne eine Zustimmung der CDU finden. Es stelle sich auch die Frage, welche weiteren Einschränkungen und Änderungen geplant seien. „Hier müssen nun kurzfristig alle Pläne und Fakten seitens des Hauses Landsberg und des Pächters auf den Tisch“, so Kremer.

„Natürlich ist uns bewusst, dass die örtliche Politik nur bedingt Einfluss auf diesen Entscheidungsprozess hat“, so Karl-Heinz Hellmann, Vorsitzender des Stadtverbandes. Hellmann verweist aber auf die jahrelang gute Zusammenarbeit vom Haus Landsberg und der Stadt Velen, von der beide Seiten sehr profitiert haben. Das Velener Schloss sei sehr eng verbunden mit den Einwohnern von Velen. Der Park und der Tiergarten dienen als Treffpunkt, als Ruhepol und sind mit dem Schloss Herzstück und Aushängeschild des Ortes. Mit dem Ort Velen verbindet jeder direkt das Schloss. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Aber auch überregional und deutschlandweit hat es sich einen Namen gemacht. „Velen ist ein offener Ort“, so Hellmann weiter, „da können wir uns es nicht vorstellen, dass etwas was bislang öffentlich zugänglich war, eingezäunt wird und nicht mehr begehbar ist“.

Wie das Haus Landsberg in der von ihm selbst herausgegebenen Schloss-Chronik von 2013 betont, hat es stets auf die enge Kooperation mit der Stadt Velen in der Nutzungsfrage hingewiesen und im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Schlosses auf eine Zusage zur öffentlichen Zugänglichkeit verwiesen. Hier nimmt die CDU den Grafen beim Wort. Sowohl was die enge Kooperation angeht, als auch die Zusage aus der Vergangenheit.

Die CDU-Fraktion bittet die Velener Verwaltung, alle möglichen rechtlichen Konsequenzen, Handhabungen und Ansprüche zu prüfen. Dazu gehört auch die mögliche Rückzahlung von Fördermitteln. Fraglich sei es auch, wie es mit den Plänen zum Thema Luftkurort weitergehen wird. Hier hat das Schloss Velen auch eine große Rolle gespielt.

„Wir möchten die neuen Pächter und deren Mitarbeiter im nächsten Jahr in unserem Ort als neues Unternehmen freundlich empfangen“, so Kremer. Hierzu bedarf es aber auch, dass das Klima nicht direkt schon von Beginn an „vergiftet“ wird. Die CDU bittet das Haus Landsberg und Chateauform eindringlich, ihre Pläne der kompletten oder teilweisen Umzäunung zu überdenken und nicht umzusetzen. In gemeinsamen Gesprächen können vielleicht Alternativen aufgezeigt werden, die die Bevölkerung von Velen mitträgt aber auch dem Konzept von Chateauform entspricht.

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