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30.05.2010, 00:00 Uhr | Quelle: Borkener Zeitung vom 30.05.2010 Übersicht | Drucken
„Wir sind bei jedem Wetter unterwegs“

Ramsdorf. Wolkenbruchartige Schauer machten den Aktiven des 31. Walburgismarktes am Sonntag einen dicken Strich durch die Rechnung. Nicht nur Jessica Albers vom GiG-Marketing hätte sich besseres Wetter - und damit wesentlich mehr Besucher - gewünscht.


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Leckereien wie Reibeplätzchen, die die Pfadfinder backten, oder frische Berliner wurden vorzugsweise unter den vielen Zelten und Pavillons verspeist. Nur wenige Anbieter verharrten auf dem Trödelmarkt an der Kirche; ab und zu drehte sich ein Steppke im Karussell vor der Burg. An den Informations- und Aktionsständen von Vereinen und Verbänden wie der KLJB, die die Promille-Brille mitgebracht hatte, und dem Team des GiG-Ortsmarketings, das zahlreiche Tütchen mit Sonnenblumen- und Kürbissamen verteilte, ging es ruhig zu.

Zu ruhig war es auch Ulrike Madeya, die mit der Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Euch“ aus Kiel angereist war und im Pfarrheim Handarbeiten aus Ostpreußen wie Decken, Kissen, Beutel, Tischbänder und Lesezeichen anbot. Beim nächsten Mal würde sie gerne wieder in der Burg Tischmustertücher, deren Motive sich auf Decken und Geschirrtüchern wiederholen, und kostbare Weißstickereidecken zum Kauf anbieten. Das kleine Kissen mit der Klee-Elfe auf 14-fädigem Leinen hatte es Dilia angetan. Die Siebenjährige war mit Bruder Morton (5) und Eltern aus Borken angereist: „Wir sind bei jedem Wetter unterwegs.“

„Es ist viel zu ruhig“, begründete Ritter Tabor das arg gekürzte Programm der Grenzlandritter. Anstatt der angekündigten Ritterhochzeit nach dem Stundenbuch der Katharina von Kleve, die 1428 auf der Schwanenburg stattgefunden hat, demonstrierte er unter Einbeziehung von vier Kindern eine „Tau-Befreiung“, die das Publikum kaum fesselte.

Voller Einsatz wurde dagegen beim umfangreichen Bühnenprogramm geboten. Mit mittelalterlichen Geschichten zog Brigitte Möllers die Kleinen in ihren Bann. Die Tanz- und Trachtengruppe Ramsdorf-Ostendorf konnte den „Freischütz“ gerade noch vorm nächsten starken Schauer beenden. Zaupokus faszinierte mit Zauberei und Akrobatik Groß und Klein. Kunterbunt wurde es beim „Karneval der Tiere“, als 40 Kinder der DRK-Spielscheune von zwei bis sechs Jahren als Elefanten, Schildkröten, Schwäne, Fische und Vögel zur Musik tanzten.

Ein attraktiver Sonntag in der verkaufsoffenen Burgstadt hätte es durchaus werden können - wenn das Wetter mitgespielt hätte.


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