Kunstrasenplatz: Fragen klären
Ramsdorf (rpl). Anhand eines von der CDU-Fraktion ausgearbeiteten Aufgaben- und Fragenkatalogs soll die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung des Schul-, Sport-, Kultur- und Sozialausschusses am 25. Oktober derzeit noch offene Fragen zum möglichen Bau eines Kunstrasenplatzes in Ramsdorf klären: Einstimmig einigte sich das Gremium am Dienstag auf diese Vorgehensweise. Eine erste Zwischenbilanz dazu soll in der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause gezogen werden.
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| Die Verwaltung favorisiert als Standort für den Kunstrasenplatz das jetzige Trainingsfeld des VFL Ramsdorf. (Foto: Plettenberg) |
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Mit dem Beschluss hat der Fachausschuss zugleich die ursprünglich für die kommende Ratssitzung geplante weitere Debatte und Beschlussfassung über das Projekt vertagt. Zu dem jetzt auf CDU-Initiative beschlossenen Aufgabenkatalog gehört auch eine öffentliche Informationsveranstaltung für Bürger und Vereine, in der diese auch Stellung zu dem geplanten Projekt beziehen können.
Diese Informationsveranstaltung, so erläuterte CDU-Sprecher Carsten Wendler in der Stellungnahme seiner Fraktion, solle aber erst stattfinden, wenn die noch offenen Fragen zum Kostenvergleich für die möglichen Standorte, zur Struktur der voraussichtlich maßgeblich beteiligten Vereine VfL Ramsdorf und Sportfreunde Nordvelen, zur möglichen Platzbelegung, aber auch zu denkbaren rechtlichen Ausgestaltungen des Vorhabens geklärt seien.
Nochmals geprüft werden soll auch die Möglichkeit, einen Kunstrasenplatz auf der Fläche zwischen der Tennishalle und dem Betriebsgelände der Firma Westrick zu errichten.
Diese Option hatte die Verwaltung in ihrem differenziert ausgearbeiteten Beschlussvorschlag ausgeführt - jedoch hatte sie sowohl aus baurechtlichen Gründen als auch wegen der dortigen beengten Platzverhältnisse von dieser Lösung abgeraten. Als Standort favorisiert hatte sie die Fläche des neu angelegten Trainingsplatzes hinter dem Vereinsgebäude.
Von dem ursprünglich diskutierten Bau eines Kunstrasenplatzes an der Paulusschule hatte die Verwaltung nach eingehender Prüfung der Rechtslage aus bau- und immissionsschutzrechtlichen Gründen nachdrücklich abgeraten.
Zugleich hatte die Verwaltung vorgeschlagen, unabhängig vom Standort einen gemeindlichen Gesamtkostenanteil von maximal 370.000 Euro sowie einen Pflegekostenanteil von höchstens 2000 Euro pro Jahr für das Projekt festzuschreiben. Die verbleibende Differenz von rund 130.000 Euro zu den erwarteten Gesamtkosten von rund einer halben Million Euro sollten nach dem Vorschlag der Verwaltung durch „Muskelhypothek“ sowie durch Eigenfinanzierung durch den VfL Ramsdorf und die Sportfreunde Nordvelen erfolgen. Diese hätten ihre Kooperation im Vorfeld zugesagt.
Der TuS Velen, so hatte die Christdemokraten in ihrer Stellungnahme ergänzend vorgetragen, habe in den vorangegangenen Sondierungsgesprächen deutlich gemacht, dass er sich in dem Projekt nicht engagieren werde. |